Erektile Dysfunktion

Training für eine bessere Potenz

WEIDEN (ner). Häufige Erektionen verbessern bei Männern die sexuelle Funktion und können einer Potenzschwäche vorbeugen. Darauf weist der Urologe Privatdozent Theodor Klotz aus Weiden hin. Gezieltes körperliches Training sowie Schwellkörpertraining können die Potenz weiter verbessern.

Veröffentlicht: 07.07.2006, 08:00 Uhr

So wie die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels bei KHK entscheidend ist, gelte dies auch für den penilen Schwellkörper, schreibt Klotz in seinem neuen Buch "Erektile Dysfunktion - Ein Leitfaden für die Praxis" (Uni-Med Verlag).

Während einer Erektion oder bei sexueller Aktivität steige die arterielle Durchblutung und der Sauerstoffpartialdruck (pO2) von 25 bis 40 mmHg auf 90 bis 100 mmHg. Bei hohem pO2 werde die Kollagen- und Bindegewebssynthese im Corpus cavernosum gehemmt. Die vermehrte Kollagensynthese führt im Alter zur Fibrosierung und Verkürzung des Penis. Auch die glatte Muskulatur in den Schwellkörpern ist von einer guten Sauerstoffversorgung abhängig.

Ein spezifisches Training, zum Beispiel am Liegefahrrad oder an der Beinpresse, führe zu einer Blutumverteilung zum Penis, so Klotz. Die Durchblutung und Oxygenierung der Schwellkörper werde gesteigert. Auch ein gezieltes Beckenbodentraining verbessere die Erektionsfähigkeit, weil nicht nur der arterielle Zufluß erhöht, sondern auch der venöse Blutabfluß gedrosselt wird. Allerdings sind nach Angaben von Klotz regelmäßige Übungen über mindestens sechs bis zwölf Monate nötig.

Nach beckenchirurgischen Eingriffen empfiehlt der Urologe zur Verbesserung der Schwellkörper-Oxygenierung PDE5-Hemmer, und zwar 25 bis 50 Prozent der Maximaldosis, oder mit dreimal wöchentlichen intrakavernösen Prostaglandin-Injektionen. Damit sollen nächtliche Spontanerektionen verstärkt werden.

Weitere Informationen auch unter www.maennergesundheit.info

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