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Typhus-Impfung vor Reisen nach Südindien

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DÜSSELDORF. Das indische Gesundheitsministerium meldet einen schnellen Anstieg der Typhus-Fälle in Südindien.

Aufgrund der Jahrhundertflut, die den indischen Bundesstaat Kerala im August 2018 erreicht hatte, rechnet das Centrum für Reisemedizin CRM mit weiteren Ausbrüchen. Reisenden mit Ziel Südindien wird zur Typhus-Impfung geraten.

Allein aus der Stadt Woraiyur im südindischen Distrikt Trichy sind im letzten Monat Angaben des CRM zufolge mehr als 40 Infektionen mit Typhus gemeldet worden.

Das indische Gesundheitssystem habe daher die Wasserversorgung sowie den Chlorgehalt des Wassers in den betroffenen Gebieten untersucht und für die Anwohner zwei medizinische Versorgungsstellen eingerichtet.

Die Bevölkerung sei aufgefordert worden, ausschließlich abgekochtes Wasser zu verwenden oder original verpacktes, gekauftes Wasser. "Typhus wird in Indien vorwiegend durch verunreinigtes Wasser verursacht, weniger durch verunreinigte Lebensmittel", wird Professor Tomas Jelinek in der Mitteilung des CRM zitiert.

"Auch wenn von staatlicher Seite aus die Situation im Woraiyur-Gebiet als unter Kontrolle gilt, ist mit weiteren Typhus-Ausbrüchen zu rechnen."

Für die Behandlung von Reiserückkehrern stünden nur wenige Antibiotika zu Verfügung, eine Impfung sei daher besonders wichtig. Die Schutzrate der Vakzine liege allerdings lediglich bei 50 bis 70 Prozent, weitere Präventionsmaßnahmen seien bei einer Urlaubsreise daher sinnvoll. (eb)

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