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US-Forscher kommen Ersatz für Blutspenden immer näher

WORCESTER (ple). US-Forschern ist es - wie gemeldet - gelungen, aus humanen embryonalen Stammzellen funktionsfähige Erythrozyten zu entwickeln. Damit haben sie einen Grundstein für die Herstellung der Blutzellen in großen Mengen für Transfusionen gelegt.

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Wie die Forscher um Dr. Robert Lanza aus Worcester in der Online-Ausgabe von "Blood" berichten, konnten sie bis zu 100 Milliarden Erythrozyten in einem Volumen von etwa 25 Millilitern Kulturflüssigkeit züchten. Das entspricht etwa der Erythrozyten-Menge pro Mikroliter Blut im Organismus. Die hergestellten Zellen seien so groß wie Erythrozyten im Blut und könnten genauso effizient Sauerstoff transportieren, so die Forscher vom Unternehmen Advanced Cell Technology, von der Universität von Illinois in Chicago und von der Mayo-Klinik in Rochester.

Über mehrere Stufen mit vielen labortechnischen Tricks gelang es den US-Wissenschaftlern, in der Kulturschale zunächst kernhaltige Vorläuferzellen für rote Blutkörperchen zu entwickeln. Im letzten Schritt ging es schließlich darum, die Zellen dazu zu bringen, sich zu verkleinern und den Zellkern loszuwerden. Das war der schwierigste Schritt, weil die Vorgänge dabei noch nicht bekannt waren, obwohl man schon vor einem halben Jahrhundert die Abläufe mit einem Elektronenmikroskop gut verfolgen konnte.

Lanza und seine Kollegen schafften diesen bisher nicht gelungenen letzten Schritt mit Hilfe einer speziellen Nährlösung und Zellen aus dem Knochenmark von Mäusen. Insgesamt brauchten die Forscher etwa drei Wochen, um aus humanen embryonalen Stammzellen funktionsfähige Erythrozyten zu gewinnen. Inzwischen versuchen bereits andere Forscher, durch Reprogrammierung von Fibroblasten der Haut patienteneigene rote Blutkörperchen zu züchten.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Erys aus dem Labor beflügeln Fantasie

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