Ultraschneller Laser schärft Augenlicht im Alter

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DÜSSELDORF (mut). Die Hornhaut zu lasern, um anschließend auf Brillen und Kontaktlinsen zu verzichten - das ist inzwischen längst etabliert. Nur gegen die Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) genügt dies häufig nicht. Die Linse kann hier einfach nicht mehr gut akkommodieren. Dies soll sich mit einer ganz speziellen Lasertherapie bald ändern: Forscher der Uni Jena wagen sich mit hochenergetischen Impulsen an die Linse, um sie wieder elastischer zu machen. Eine schlechte Elastizität zählt zusammen mit einem zu starken Wachstum der Linse zu den Hauptgründen für die Presbyopie.

Auf der Medica Vision stellten die Wissenschaftler ein neues Verfahren mit FemtosekundenLasern vor. Ein solcher Laser erzeugt eine Leistung, die mit der mehrerer Kraftwerke zu vergleichen ist, allerdings nur für einige hundert Femtosekunden - ein winziger Bruchteil einer Sekunde. Damit lassen sich sehr präzise Mikroexplosionen im Inneren der Linse erzeugen, ohne diese zu trüben, hat ein Team um Dr. Roland Ackermann von der Uni Jena herausgefunden. So entstehen Defekte in der Größe von etwa 5 Mikrometern. Das Innere der Linse wird durch das Laserbombardement quasi weichgeklopft, die Elastizität erhöht. Damit sollte das Auge wieder in der Lage sein, besser zu akkommodieren

In Versuchen mit Schweine-Augen ließ sich die Elastizität damit tatsächlich deutlich verbessern. Es wurden zudem keine Nebenwirkungen wie Katarakte und Netzhautschäden beobachtet, sagte Ackermann. Und, ganz wichtig: Auch ein Jahr nach dem Eingriff war das Lasermuster stabil und der Therapie-Effekt erhalten.

Die Forscher aus Jena wollen bereits im kommenden Jahr klinische Tests vorbereiten. Unterstützt werden sie vom Bundesforschungsministerium als Teil eines Verbundprojektes zur Femtosekunden-Lasertherapie bei Presbyopie.

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