Hypogonadismus

Umfrage gestartet zur verlässlicheren Testosteronbestimmung in der Praxis

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USINGEN. Für die Diagnose des männlichen Hypogonadismus wird gemäß der EAU-Leitlinie eine Bestimmung des Gesamttestosterons mit einer zuverlässigen Methode benötigt. Die im Labor gemessenen Werte lassen sich jedoch nicht immer in das Empfehlungsbild der Leitlinien einfügen, teilt die Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit e.V. (DGMG) mit.

Es gebe viele validierte Messverfahren, die als zuverlässig gälten, deren Referenzbereiche methodenbedingt jedoch teils deutlich voneinander abwichen.

Um der herrschenden Unsicherheit entgegenzuwirken und eine möglichst praxisrelevante Lösung des Problems zu finden, hat die DGMG eine Umfrage für Ärzte in Mitgliederpraxen sowie für Laboreinrichtungen gestartet. Abgefragt würden unter anderem Referenzbereiche, Voraussetzungen für bestimmte Messungen oder auch der Einsatz einer Testosteronsubstitution bei symptomatischen Patienten mit Werten im unteren Referenzbereich, heißt es in der Mitteilung der Gesellschaft.

„Ziel der aktuellen Umfrage, deren Ergebnisse in den nächsten Wochen erwartet werden, ist es, die unterschiedlichen Werte zu diskutieren und anschließend den Praxen möglichst eine Art Leitfaden zur Interpretation der Laborwerte an die Hand zu geben“, wird PD Dr. Magnus Baumhäkel, Kardiologe und Vorstandsmitglied der DGMG, in der Mitteilung zitiert.

Langfristig – so die Hoffnung der DGMG – könnten die Umfrageergebnisse dann zu einer Vereinheitlichung der Normwertvorgaben beitragen, um den Ärzten die Behandlung von Patienten mit Hypogonadismus zu erleichtern. (eb)

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