Umwelt-Östrogene fördern offenbar Übergewicht

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SAN FRANCISCO (dpa). Übergewicht kann durch Umweltchemikalien mit in die Wiege gelegt werden. Das vermuten mehrere Forscherteams, die ihre Erklärung für steigende Gewichtsprobleme der Welt beim Wissenschaftskongress AAAS in San Francisco präsentierten. In Tierversuchen gelang es nachzuweisen, dass einige chemische Stoffe, etwa die "Umwelt-Östrogene", Übergewicht im Mutterleib vorprogrammieren.

Bestimmte Chemikalien könnten bei der Entwicklung von Feten in die Programmierung der Gene eingreifen und damit die Bestimmung von Fettzellen und deren Wachstum nach der Geburt beeinflussen, sagte Frederick vom Saal von der Uni Missouri.

So das etwa in Getränkedosen oder Plastikbehältern vorkommende Bisphenol A. Mäuse, die mit - in Industrienationen üblichen Dosen - Bisphenol A im fötalen Stadium in Kontakt kamen, nahmen später mehr zu als Kontrolltiere ohne Kontakt.

Das Team um Bruce Blumberg der Uni Kalifornien wies bei Versuchstieren einen Effekt mit organischen Schadstoffen, den Organotinen nach. Menschen kämen damit etwa über präservierte Fische, Fungizide in Ernteprodukten oder Mitteln der Holz- und Textilbehandlung in Kontakt.

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