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Neue Grippe: Zahl der Infektionen steigt durch Urlaubsreisewelle stark an

BERLIN(ble). Die Bundesregierung stellt sich auf eine rasante Ausbreitung der Schweinegrippe ein. Der Präsident des bundeseigenen Robert Koch-Instituts, Professor Jörg Hacker, rechnet täglich mit Hunderten neuen Fällen.

"Wir müssen mit höheren Fallzahlen in Deutschland rechnen. Und wir müssen mit schwereren Verläufen der Erkrankung rechnen", sagte der Wissenschaftler am Freitag bei einer Unterrichtung von Journalisten im Bundesgesundheitsministerium.

Bislang sind nach den Worten von Gesundheitsstaatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder ein Großteil der bis zum Freitag registrierten Infektionen (circa 3200) durch Urlaubsheimkehrer importiert worden. So seien allein knapp 1000 Fälle der vergangenen Tage auf einen Spanien-Aufenthalt zurückzuführen. Am vergangenen Montag hatte die Zahl der Infektionen noch bei knapp 1500 gelegen. Die Zahl autochthoner Schweinegrippe-Erkrankungen liegt damit nur noch bei knapp 25 Prozent.

Einen Impfstoff wird es Schröder zufolge in Deutschland Ende September oder Anfang Oktober geben. Der Hersteller GSK soll dann rund 50 Millionen Impfdosen liefern. Vorgesehen ist, in einem ersten Schritt Gesundheitspersonal und besonders gefährdete Menschen zu impfen. Die Umsetzung ist Ländersache. Prinzipiell sollten sich aber alle interessierten Bürger impfen lassen können, so Schröder. Ankündigungen, wonach ein Impfstoff schon in den kommenden Wochen lieferbar sein könne, sei ein "Marketing-Gag".

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Mexikanische Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

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