Direkt zum Inhaltsbereich

FSME

Urlaub mit Zeckenschutz planen

2016 hat die Zahl der FSME-Infektionen im Vergleich zum Vorjahr um 59 Prozent zugenommen.

Veröffentlicht:

Die FSME-Fallzahlen sind im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 59 Prozent gestiegen. Das gibt das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem kürzlich veröffentlichten Epidemiologischen Bulletin zu den FSME-Risikogebieten in Deutschland an.

Als Infektionsland wurde dabei in 309 der insgesamt 348 an das RKI übermittelten Fälle nur Deutschland genannt. Gemeldet wurden aber auch Infektionen aus Spanien, Frankreich, Lettland, Österreich, Polen und der Russischen Föderation.

Die hiesigen Risikogebiete sind wie im vergangenen Jahr 146 Kreise, hauptsächlich betroffen sind Bayern mit 83 und Baden-Württemberg mit 43 Kreisen.

Infizierte Ziegenmilch

Erstmals wurde 2016 in Deutschland eine FSME-Erkrankung durch den Verzehr von infizierter Ziegenmilch belegt: Zwei Menschen in Baden-Württemberg erkrankten, weil einige Rohmilchprodukte eines Hofs mit FSME-Viren verunreinigt waren.

Eine Übertragung der Viren durch infizierte Milch von Schafen und Ziegen ist jedoch nach Angaben des RKI sehr selten. Noch unwahrscheinlicher sei eine Übertragung durch Kuhmilch.

Zum ersten Mal wurden FSME-Viren auch in Auwaldzecken nachgewiesen, die bisher nicht als Überträger des FSME-Virus galten. Ob die Auwaldzecke erst kürzlich zum Überträger wurde oder ob ihre Gefährlichkeit bisher nicht bekannt war, ist Experten zufolge unklar.

Der zuverlässigste Schutz gegen FSME ist die Schutzimpfung. Die Ständige Impfkommission empfiehlt sie generell für Personen ab drei Jahren, die in Risikogebieten wohnen oder arbeiten und dabei ein Risiko für Zeckenstiche haben.

Auch Personen, die sich aus anderen Gründen in Risikogebieten aufhalten und zeckenexponiert sind, sollten sich impfen lassen.

Zwei Impfungen mindestens nötig

Ein zeitlich begrenzter Impfschutz erfordert mindestens zwei Impfungen: Nach der ersten Impfung sollte die zweite etwa ein bis drei Monate später stattfinden. Für einen vollen Impfschutz werden drei Impfungen benötigt, diese ist fünf bis zwölf bzw. neun bis zwölf Monate nach der zweiten Impfung fällig.

Auffrischungsimpfungen werden in Abständen von drei bis fünf Jahren empfohlen. (bae)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Folgen einer Fehldiagnose bei Menschen mit einer Seltenen Erkrankung (SE), die angaben, dass ihre SE oder die SE einer von ihnen betreuten Person mindestens einmal falsch diagnostiziert wurde (n=4.756)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Neuromyelitis-Optica-Spektrum-Erkrankungen

Weshalb das rechtzeitige Erkennen und Behandeln wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Ofatumumab zeigt günstiges 8-Jahres-Sicherheitsprofil

© William / Generated with AI / Stock.adobe.com

Aktive schubförmige Multiple Sklerose

Ofatumumab zeigt günstiges 8-Jahres-Sicherheitsprofil

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Tab. 1: Stufentherapieschema zur verlaufsmodifizierenden Therapie der generalisierten Myasthenia gravis

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Generalisierte Myasthenia gravis

Krankheitssymptome und Therapielast wirksam lindern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Haustiere

Kasuistik: Was passieren kann, wenn der Hund die Wunde ableckt

Patienten häufig überwässert

Praxistipps zur Hyponatriämie: „Trinken nur bei Durst!“

Lesetipps
Ein Kleinkind kratzt an einem juckenden Ausschlag in der Nabelregion.

© shangarey / stock.adobe.com

Hausärztin gibt Tipps

Darauf ist in der Kommunikation mit Skabies-Patienten zu achten

Nicht alles können Ärzte in der Rheumatologie delegieren – die strukturierte Vorbereitung einer Anamnese allerdings schon.

© auremar / stock.adobe.com

Aufgabenteilung

Wie Delegation in der Rheumatologie funktionieren kann

Eine Frau hat einen kleinen Ventilator in der Hand.

© Marcus Brandt/dpa

Auf einen Blick

Unsere Beiträge zum Thema Hitze in der Übersicht