Evolution

Ursprung von Hepatitis C entdeckt

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BONN. Ein internationales Forscherteam unter Federführung von Virologen des Bonner Uniklinikums hat in einer aufwendigen evolutionsbiologischen Studie nun die mögliche Herkunft der Erreger in Nagetieren und Fledermäusen ausgemacht (PLOS Pathogens 2013, online 20. Juni), teilt die Uni Bonn mit.

Unter Federführung der Virologen des Bonner Universitätsklinikums forschte ein internationales Wissenschaftlerteam weltweit nach dem Ursprung des Hepatitis C-Virus.

In einem bislang nicht erreichten Umfang nahmen die Forscher Proben von insgesamt 4770 Nagetieren und 2939 Fledermäusen, heißt es in der Mitteilung der Uni Bonn.

Da auch Haustiere als eine Quelle für die Viren vermutet wurden, testeten die Wissenschaftler außerdem 210 Pferde sowie 858 Katzen und Hunde.

Antikörper in Fledermäusen

In den Nagetieren seien die Forscher auf zahlreiche Varianten an Hepatitis C verwandten Viren gestoßen, teilt die Uni Bonn mit. In den Fledermäusen fanden die Virologen Antikörper gegen den Erreger.

"Dies ist ein klarer Hinweis darauf, dass sich diese Virusfamilie im Lauf der Evolution in Kleinsäugern entwickelt hat und dann möglicherwiese auf den Menschen oder andere Tiere übergesprungen ist", heißt es in der Mitteilung.

Bei Hunden und Katzen wurden keine Viren gefunden, wohl aber bei den untersuchten Pferden. "Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass diese Viren eine direkte Gefahr für den Menschen darstellen."

Die Forscher sehen nun die Chance, mit ihren Ergebnissen die Grundlage für die Entwicklung eines Impfstoffs geschaffen zu haben. (eb)

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