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Vakuumbiopsie spürt Brustkrebs sicher auf

HAMBURG (grue). Die Vakuumbiopsie ist eine etablierte und in den Leitlinien zur Brustkrebs-Früherkennung empfohlene Methode zur Diagnostik bei verdächtigen Brustveränderungen. Sie wird bundesweit von über 300 Mammazentren angeboten und ist seit Juli 2007 erstattungsfähig.

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Eine Vakuumbiopsie erfolgt ambulant in Lokalanästhesie und dauert etwa eine halbe Stunde. Das krebsverdächtige Gewebe wird unter mammografischer oder sonografischer Kontrolle in eine großkalibrige Hohlnadel gesaugt und anschließend histologisch untersucht.

Die einzelnen Gewebeproben sind größer als bei herkömmlichen Stanzbiopsien, sagte Privatdozentin Dr. Beate Stöckelhuber von der Universitätsklinik Lübeck. Außerdem können durch Drehung der Hohlnadel mit nur einem Einstich insgesamt 24 Proben entnommen werden. Das erlaubt die zuverlässige Beurteilung eines bis zu zwei Zentimeter großen Gewebeareals. "Mit dem Verfahren können bei Frauen Mammakarzinome oder deren Vorstufen mit einer Sensitivität von nahezu 100 Prozent nachgewiesen werden, und das bei einer sehr niedrigen Komplikationsrate", so Stöckelhuber. Außerdem lässt sich bei einem gutartigen Untersuchungsbefund eine offene Operation vermeiden. Besonders bewährt habe sich das Verfahren zur Entnahme von Mikrokalk. Bei einem solchen Verdachtsbefund sind bis zu 20 Gewebestanzen erforderlich, und die sollten leitliniengemäß vorzugsweise per Vakuumbiopsie gewonnen werden. Auch Patientinnen bevorzugen eindeutig das minimal-invasive Verfahren, so Stöckelhuber. Das Narkoserisiko entfällt, es ist kein Nahtverschluss nötig und es bleibt nur eine minimale Narbe zurück.

Die aktualisierte Stufe-3-Leitlinie gibt es unter: www.senologie.org

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