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Vakzine aus Tabak schützt vor der Pest

WASHINGTON/HALLE (dpa). Ein neuer Impfstoff aus Tabakpflanzen schützt vor der Pest. Die US-deutsche Vakzine erwies sich bei Meerschweinchen als äußerst vielversprechend. 75 Prozent der geimpften Tiere überlebten eine sonst tödliche Lungenpest.

Veröffentlicht:

Forscher des Biozentrums in Halle an der Saale, der Staatlichen Universität von Arizona, und des Zentrums für Infektionskrankheiten der US-Armee in Fort Detrick (US-Bundesstaat Maryland) berichten dies in der Online-Ausgabe der "Proceedings of the National Academy of Sciences" (DOI: 10.1073/pnas.0510014103).

Das Team um Charles Arntzen von der Universität von Arizona entwickelt seinen Impfstoff auf der Basis zweier Eiweißstoffe, die der Pesterreger zur Infektion von Menschen benutzt. Es gelang ihnen, diese Proteine, F1 und V genannt, aus den Blättern gentechnisch veränderter Tabakpflanzen zu gewinnen.

Sie injizierten die Proteine den Meerschweinchen, gaben den Tieren Zeit, Antikörper zu entwickeln, und setzten sie dann einem Sprühnebel der gefährlichen Erreger aus.

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