Vakzine gegen AML im Test

MÜNCHEN (eb). Am Klinikum der Universität München wird erstmals in einer Studie bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) nach einer Chemotherapie ein Impfstoff aus autologen dendritischen Zellen geprüft.

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Es soll unter anderem herausgefunden werden, ob die Therapie Rezidive verhindert und das erkrankungsfreie Überleben verlängert.

Für die Studie entnehmen die Forscher den AML-Patienten Monozyten, aus denen dendritische Zellen entstehen, "die nach drei Tagen zwar schon reif, aber noch jugendlich frisch sind", wird Privatdozentin Marion Subklewe in einer Mitteilung der Universität München zitiert.

Der Reifungsprozess der Monozyten wird durch Stimulation von Toll-like-Rezeptoren eingeleitet. Dadurch erhalten die entstehenden dendritischen Zellen genau die Eigenschaften, die für eine effektive Induktion von Anti-Tumorantworten notwendig sind, wie Subklewe erläutert.

Schließlich werden die Zellen mit RNA-Molekülen bestückt. Sie enthalten den Bauplan für zwei Eiweißmoleküle, die für AML-Zellen charakteristisch sind. Diese Proteine werden von den dendritischen Zellen zerlegt und die Molekülteile auf der Zelloberfläche präsentiert, wie es in der Mitteilung heißt.

Wie alle Tests ergeben hätten, seien die dendritischen Zellen sehr effektiv. Sie stimulierten verschiedene Arme des Immunsystems, seien mobil und schütteten reichlich Immun-Botenstoffe aus, vor allem das wichtige Interleukin-12, heißt es in der Mitteilung der Universität.

Subklewe ist an der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Campus Großhadern tätig und leitet die Studie gemeinsam mit Professor Wolfgang Hiddemann.

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