Suchtkrankheiten

Vater von Amy Winehouse fordert Anti-Drogen-Unterricht

LONDON (dpa). Der Vater der verstorbenen Sängerin Amy Winehouse hat sich im britischen Parlament für Pflichtunterricht über die Gefahren von Alkohol und Drogen eingesetzt.

Veröffentlicht:

Das Thema müsse im Lehrplan aller Schulen fest verankert werden, forderte Mitch Winehouse bei einer Veranstaltung im Unterhaus in London.

Außerdem müsse Großbritannien eine eigene Behörde bekommen, die sich darum kümmert, die Bevölkerung über die Risiken von Drogen zu informieren.

Amy Winehouse im Alter von 27 gestorben

Winehouse unterstützt eine Petition, die hauptsächlich von Eltern vorangetrieben wird, die Kinder durch Drogen verloren haben.

Amy Winehouse ("Rehab") hatte über Jahre Drogenprobleme und war im vergangenen Sommer durch zu viel Alkohol im Blut mit 27 Jahren gestorben.

Ihr Vater betonte, seine Tochter wäre vielleicht noch am Leben, wenn sie mehr über die Risiken gewusst hätte. Vor allem müssten junge Menschen mehr über Mode-Drogen lernen, die ständig neu auf dem Markt erschienen und von den Jugendlichen nur schwer eingeschätzt werden könnten.

Mehr zum Thema

Alpha-1-Antitrypsin-Test empfohlen

AAT-Mangel: Gefahr für die Alveolen

Wirkstoff der sogenannten Zauberpilze

Alkoholsucht: Eventuell weniger Rückfälle mit Psilocybin

Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Horst Grünwoldt

Drogen

"drugs" bedeutet im Englischen jede Art von Stoffen mit irgendeiner pharmakologischer Wirkung.
Deshalb muß natürlich auch vor dem Arzneimittel-Mißbrauch durch Gesunde, insbesondere durch Leistungssportler im Sinne von "Doping" gewarnt werden.
Schließlich sind individuelle Nebenwirkungen sogar auf dem Beipackzettel niemals ausgeschlossen, weil jeder Organismus evtl. eine eigene, unterschiedliche Enzym-Ausstattung der Körperzellen für die Verstoffwechselung oder Ausscheidung der einzelnen Substanzen besitzen kann.
Jugendliche müssen selbstverständlich vor abhängig-machenden Drogen, die euphorisierende oder halluzinatorische Wirkungen mit körperlich "kaputtmachenden" Eigenschaften haben, durch massive Aufklärung geschützt werden.
"Drug dependency" (Arzneimittel-Abhängigkeit) scheint mir aber gerade bei Älteren durch viel-verschreibende Ärzte erzeugt zu werden.
Die (Verkaufs-)Werbung für jedwede Stoffe mit pharmakologischer Wirkung, auch für die Freiverkäuflichen, sollte nach m.E. ganz verboten werden.
Dazu gehören, wg. der bekannten Nebenwirkung im abusus, z.B. auch die Anpreisung von Aspirin und Thomapyrin.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Impfzentrum der Marke Eigenbau in Peine.

© Dr. Lars Peters

COVID-19-Impfung im früheren Getränkemarkt

Hausarzt richtet Corona-Impfzentrum ein – auf eigene Kosten

IT-Sicherheit in der Praxis: Als „die Atemschutzmaske des Computers“ titulierte der Heidelberger Cyberschutz-Auditor Mark Peters die Firewall.

© Michaela Schneider

Cyberschutz für Arztpraxen

Vom Passwort als Desinfektionsmittel