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Verhütung ist per Pflaster so sicher wie mit der Pille

DÜSSELDORF (hbr). Das seit dem vergangenen Sommer erhältliche Verhütungspflaster wirkt so zuverlässig wie die Pille. Ein Vorteil der Kontrazeption mit dem Pflaster ist, daß es zu gleichmäßigen Wirkstoffspiegeln ohne Hormonspitzen im Blut kommt. Zudem muß die Benutzerin nur einmal in der Woche an die Verhütung denken.

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Das berichtete Professor Cosima Brucker von der Universitäts-Frauenklinik Ulm auf dem Kongreß der Frauenärztlichen Bundesakademie in Düsseldorf. Das Verhütungspflaster Evra® wird drei Wochen lang alle sieben Tage am gleichen Wochentag gewechselt, die vierte Woche ist pflasterfrei und dient der Entzugsblutung. Ein Pflaster enthält 6 mg Norelgestromin (NGMN) als Gestagenkomponente und 600 µg Ethinylestradiol (EE). Täglich werden daraus 150 µg NGMN und 20 µg EE freigesetzt und wandern durch die Haut ins Blut. Für die Dauer einer Woche wird damit ein konstanter Wirkspiegel erreicht. Wirkspitzen, wie bei einer einmal täglichen oralen Kontrazeption, treten nicht auf. Eine gleichzeitige Behandlung mit Tetrazyklinen, die oft zur Therapie bei Akne eingesetzt werden, beeinflußt die Wirksamkeit nicht.

Mit der transdermalen Wirkstofffreisetzung wird der Magen-Darm-Trakt umgangen. Daher bleibt auch bei Erbrechen oder Durchfall die Sicherheit der Kontrazeption erhalten. Die gute Haftung des Pflasters sei in Studien mit über 3600 Frauen belegt worden. Auch bei Tests in US-amerikanischen Zentren mit feuchtwarmem Klima hätten sich von 4877 Pflastern nur 1,7 Prozent ganz abgelöst, sagte Brucker bei einem Symposium des Unternehmens Janssen-Cilag. In der Sauna oder beim Training auf dem Laufband hätten sich 1,1 Prozent abgelöst. Geeignete Applikationsorte sind Po, Bauch, die Außenseite der Oberarme und der Oberkörper mit Ausnahme der Brüste.

Vergeßlichen Frauen, denen schon das tägliche Erinnern an die Pilleneinnahme schwer fällt, bietet das siebentägige Aufklebe-Schema einen weiteren Vorteil: Sie können einen vergessenen Wechsel noch zwei Tage lang nachholen - so lange bietet das Pflaster eine Wirkstoffreserve.

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