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Verkannte adulte Stammzellen

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Über embryonale und adulte Stammzellen wird derzeit viel diskutiert. Kein Tag vergeht, an dem nicht das künftige therapeutische Potential dieser Zellen gepriesen wird - von Wissenschaftlern wie von den Medien.

Was bereits schon jetzt mit adulten Zellen erreicht wird, deren Gewinnung im Gegensatz zu embryonalen Stammzellen ethisch unbedenklich ist, ist allerdings nur wenigen bekannt. In der Onkologie werden zum Beispiel adulte Blutstammzellen aus dem Knochenmark nach einer Chemotherapie verwendet. Wachstumsfaktoren helfen, die wenigen Zellen im Knochenmark für die Transplantation zu vermehren.

Doch im Knochenmark stecken noch andere adulte Stammzellen, etwa solche zum Aufbau von Knochen. Aber auch von ihnen gibt es nur wenige, so daß sie für eine therapeutische Anwendung zuvor massiv vermehrt werden müssen. Wie weit die Forschung auch hier schon ist, belegt der Beginn einer Pilotstudie von Professor Manfred Köller von der Universität Bochum.

In dieser Studie sollen erstmals solche Stammzellen aus dem Knochenmark zur Heilung von Knochenbrüchen verwendet werden. Möglich macht dies ein moderner Brutschrank für Zellen. Die Forschung mit adulten Stammzellen ist viel weiter, als manch einer denkt.

Lesen Sie dazu auch: Stammzellstudie zur Heilung von Brüchen

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