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Nach Gestationsdiabetes

Viel laufen, wenig fernsehen

Mit Bewegung und Verzicht auf Dauerfernsehen können Frauen nach Gestationsdiabetes ihr hohes Risiko für Typ-2-Diabetes senken.

Veröffentlicht:

ROCKVILLE. Bei Frauen mit Gestationsdiabetes in der Vorgeschichte kann ein gesunder Lebensstil offenbar das Erkrankungsrisiko für Typ-2-Diabetes reduzieren, wie US-Forscher berichten (JAMA Intern Med 2014, online 19. Mai).

Sie haben Daten von 4554 Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes aus der Nurses‘ Health Study II ausgewertet. Die Frauen waren von 1991 bis 2007 viermal zu Lebensgewohnheiten, sportlichen Aktivitäten und TV-Konsum befragt worden.

Ergebnis: In 59.287 Personenjahren Nachbeobachtung erkrankten 635 Frauen an Typ-2-Diabetes. Das Risiko für die Krankheit war eng mit den körperlichen Aktivitäten verknüpft. Die Leistung wurde dabei nach Metabolischen Äquivalenten (MET) abgeschätzt.

Je fünf MET-Stunden pro Woche - das entspricht 100 Minuten moderatem oder 50 Minuten intensivem Training - verringerten dabei das Diabetes-Risiko um neun Prozent.

Weiter zeigte sich: Je mehr Zeit die Frauen vor dem Fernseher verbrachten, desto höher war ihr Diabetesrisiko. Im Vergleich zu Frauen mit maximal fünf Stunden TV-Konsum pro Woche hatten Frauen mit mehr Konsum ein deutlich erhöhtes Diabetesrisiko (6-10 h TV-Konsum: um 28 Prozent erhöht; 11-20 h: um 41 Prozent; über 20 h: um 77 Prozent).

Andere "Sitzzeiten" wie Büroarbeit oder regelmäßige lange Autofahrten hatten keinen Einfluss auf das Diabetesrisiko. "Beim Fernsehen werde gern genascht, geknuspert und getrunken", so die Forscher.

Es zahlte sich auch aus, die körperlichen Aktivitäten zu steigern. Wer von den Frauen die Leistung auf die minimal empfohlenen 7,5 MET-Stunden pro Woche anhob (150 Minuten Bewegung moderater Intensität) senkte sein Diabetesrisiko um 47 Prozent. Auch eine Änderung des Fernsehverhaltens hatte entsprechenden Einfluss. (St)

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