Pädiatrie

Viele Kinder mit Sehfehlern nicht in ärztlicher Behandlung

Veröffentlicht: 15.02.2006, 08:00 Uhr

NEU-ISENBURG (Smi). Nur zehn Prozent jener Kinder, die einen Sehfehler haben, sind deshalb auch in medizinischer Behandlung.

Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Berliner Augenärzte Dr. Christoph Wiemer und Dr. Peter Kaulen initiiert haben und für die 6009 Berliner Vorschulkinder untersucht worden sind.

Den Angaben der Ärzte nach ist die in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der Augenärzte Deutschlands, dem Verein "Together", dem Berliner Senat und der Bundesagentur für Arbeit entwickelte Studie die europaweit größte ihrer Art.

2960 Jungen und 3049 Mädchen im Alter zwischen zwei und sechs Jahren nahmen an der Studie teil. Sie wurden von Mitarbeitern aus 38 Augenarztpraxen in 110 Kindertagesstätten auf Sehfehler hin untersucht.

18,76 Prozent der Kinder zeigten Auffälligkeiten, in den meisten Fällen handelte es sich um eine Fehlsichtigkeit. Aber nur 10,63 Prozent der auffälligen Kinder waren in Behandlung. Wiemer forderte als Konsequenz aus der Studie Reihenuntersuchungen.

Mehr zum Thema

2. Preis Charity Award 2020

Sport, Spaß und leckeres, gesundes Essen

CHMP

Perampanel bald auch für Kinder mit Epilepsie?

Studie

Mindestmengen können Frühchen das Leben retten

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Machen oder nicht? Am Donnerstag diskutierte der Deutsche Ethikrat über das „Recht auf Selbsttötung.

Debatte im Ethikrat

Was heißt eigentlich „freies Sterben“?

Die Zeit läuft: Den Krankenhäusern stehen bald selbst einige größere Operationen bevor.

Ambulant vor stationär?

So sieht die Zukunft der Krankenhäuser aus