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Viele Krebspatienten sind auf der Suche nach Information

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Im Konferenzwaggon des Europäischen Zugs gegen Krebs ist alles in ein angenehmes gelbes Licht getaucht. Es kommen immer mehr Leute, meist ältere Menschen. Bald sind alle Plätze besetzt, und es müssen noch mehr Stühle gebracht werden. Dennoch müssen einige Besucher stehen. Und dann geht es los, die Besucher stellen ihre Fragen.

"Wir sind sehr betroffen", sagt etwa eine ältere Frau. "Mein Mann hatte Kehlkopfkrebs. Dann haben die Ärzte gesagt, er sei geheilt. Im letzten Jahr hatte er dann schreckliche Rückenschmerzen. Zweimal wurde er in die Röhre geschoben, und es wurde nichts gefunden. Beim dritten Mal wurde entdeckt, daß er voller Metastasen ist. Wie kann das passieren, wo er doch geheilt war?"

Eine Frau mittleren Alters beginnt, aus ihrem Befundbericht vorzulesen. Sie hat Magenkrebs und möchte wissen, was die einzelnen Befunde bedeuten. Eine brustkrebskranke Frau hat bereits sechs Chemotherapien hinter sich und soll nun die siebente beginnen. Ob das überhaupt gehe, will sie wissen. Außerdem fragt sie nach einem neuen Wundermittel, über das sie gelesen hat.

Zwei Onkologen von der Uniklinik Frankfurt am Main - die Gynäkologin Dr. Annette Zimpelmann und der Hämatologe Privatdozent Mathias Rummel - beantworten ausgiebig und teilweise sehr einfühlsam alle Fragen. Sie nehmen sich Zeit und führen auch Einzelgespräche. Deshalb dauert die auf anderthalb Stunden angesetzte Beratung länger.

Das tägliche Beratungsgespräch mit Krebsexperten ist ein wichtiger Teil des Zugs gegen Krebs, einer Initiative des Pharma-Unternehmens Aventis zusammen mit Partnern, zu denen auch die "Ärzte Zeitung" gehört. Und dieses Angebot wird intensiv genutzt.

Das Beratungsgespräch im Zug wird vor allem von Betroffenen wahrgenommen. "Es kommen hauptsächlich Patienten, die auf der Suche sind nach weiteren Informationen", sagt Rummel.

"Teilweise herrscht doch große Unsicherheit und ein geringer Informationsgrad." Das könne man aber nicht den behandelnden Ärzten anlasten. Sondern das habe oft mit dem Schock zu tun, wenn man erfahre, man habe Krebs. Dann setzen Verdrängungsmechanismen ein, ist Rummels Erfahrung. Umso wichtiger sind deshalb solche Intiativen wie der Europäische Zug gegen Krebs. (ug)

Der Europäische Zug gegen Krebs ist heute noch in Hamburg-Altona und am 3./4. Mai in Straßburg zu besichtigen. Die Informations-Ausstellung ist jeweils von 9 bis 19 Uhr für Besucher geöffnet. Täglich zwischen 16.30 und 18 Uhr stehen zwei Krebs-Experten für Gespräche zur Verfügung. Infos gibt es auch auf der Website www.zuggegenkrebs.com.

Lesen Sie dazu auch: Aventis-Mitarbeiter spenden für krebskranke Kinder

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