Viele Schüler schleppen zu schwer

TÜBINGEN (ars). Durchschnittlich 22 Kilogramm wiegt ein Erstkläßler, etwa zwei Kilo ein leerer Schulranzen. Folglich darf nicht allzu viel an Büchern und Schreibzeug hinein, denn um Rückenschäden vorzubeugen, sollten Schüler nicht mehr als zehn Prozent ihres Körpergewichts tragen.

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Ob diese Richtgröße eingehalten wird, hängt entscheidend vom Lehrer ab, denn Studien zufolge schwankt das Gewicht der Ranzen deutlich von Klasse zu Klasse.

Hintergrund solcher Studien ist die Beobachtung, daß Kinder im Vorschulalter so gut wie nie an Rückenschmerzen leiden, nach der Einschulung aber um so häufiger, je älter sie werden.

Wie der Kinderorthopäde Dr. Patrik Reize von der Universität Tübingen bei einem Symposium in Tübingen berichtet hat, ist zum Beispiel in Worms eine Elterninitiative aktiv geworden. Sie hat an mehreren Grund-, Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien ermittelt, daß sich die Schulranzengewichte stark unterscheiden. Je nach Klasse liegen sie entweder in einem akzeptablen Bereich oder überschreiten das Soll, teilweise um 100 Prozent.

Eine ähnliche Untersuchung hat Reize in der ersten Klasse einer Tübinger Grundschule vorgenommen: Die Kinder sollten gemeinsam mit ihren Eltern auf Fragebögen beantworten, wie viel sie zur Schule mitnehmen, wie weit der Schulweg ist und ob sie schon Rückenschmerzen hatten. Das Ergebnis war zufriedenstellend: Überfüllte Ranzen kamen kaum vor, die Kinder trugen maximal 12,5 Prozent ihres Körpergewichts.

Reize: "Es ist Aufgabe der Lehrer, darauf zu achten, daß die Ranzen nicht zu schwer sind, und Aufgabe der Orthopäden, gelegentlich Stichproben zu machen."

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