Virushepatitis ist die Hauptursache für Leberzirrhose

FRANKFURT AM MAIN (sir). Nicht Alkohol sondern Virushepatitis ist in Europa und in den USA Risikofaktor Nummer eins für Leberzirrhose und damit auch für das hepatozelluläre Karzinom (HCC). Alle Patienten mit erhöhten Transaminasen sollten daher auf Hepatitis B und C untersucht werden.

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Und wird eine chronische Hepatitis B oder C diagnostiziert, müssen die Patienten engmaschig überwacht werden. "Noch vor 30 Jahren waren 90 Prozent aller Lebererkrankungen in den Industriestaaten alkoholbedingt", hat Professor Stefan Zeuzem auf einer Veranstaltung des Unternehmens Bayer in Frankfurt am Main gesagt. Heute seien es gerade noch 40 Prozent - hier müsse mit Vorurteilen aufgeräumt werden.

Hauptursachen der Leberzirrhosen in seiner Klinik seien die oft als selten empfundene Hepatitis C, aber auch Hepatitis B, so der Direktor der Medizinischen Klinik I am Frankfurter Universitäts-Klinikum. Zeuzem erinnerte daran, dass sich Hepatitis B durch Impfungen wirksam verhindern lässt.

Ein bedeutender Risikofaktor für Zirrhose und HCC ist zudem die bei Typ-2-Diabetes und Metabolischem Syndrom auftretende nicht alkoholbedingte Steatohepatitis (NASH).

Zeuzem empfiehlt, alle Patienten mit Hepatitis B oder C und alle Patienten mit Leberzirrhose halbjährlich sonografisch zu untersuchen. Bei Auffälligkeiten sollte eine zweite Bildgebung veranlasst werden. "Jede Raumforderung in einer zirrhotisch umgebauten Leber ist bis zum Beweis des Gegenteils HCC-verdächtig", sagte er.

Ein diagnostischer Marker sei das Alpha-Feto-Protein (AFP), das für Leberzellkrebs (außer für Hodenkrebs) weitgehend spezifisch, wenn auch nicht sehr sensitiv sei.

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