KOMMENTAR

Vom Fortschritt abgeschnitten

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Humane embryonale Stammzellen sind von Wissenschaftlern so begehrt, weil man hofft, eines Tages damit gezielt geschädigtes Gewebe ersetzen zu können, etwa im Gehirn von Parkinson-Patienten. Ohne Zerstörung lebensfähiger Embryonen kam man aber bisher an die Zellen nicht heran.

Daß es jetzt einer internationalen Forschergruppe offenbar gelungen ist, aus nicht entwicklungsfähigen Embryonen nach künstlicher Befruchtung wenigstens noch Stammzellen zu gewinnen, könnte die Möglichkeit eröffnen, auf ethisch unbedenklichem Wege an das begehrte Zellgut heranzukommen.

Allerdings würden Forscher in Deutschland auch von solchen Zellen nicht profitieren, weil das Stammzellengesetz Versuche nur mit importierten Zellen erlaubt, die im Ausland vor dem 1. Januar 2002 isoliert worden sind. Es vergeht fast kein Monat, in dem nicht wesentliche Neuerungen in der Stammzellforschung gemacht werden, auch bei der Gewinnung von embryonalen Stammzellen.

Doch mit jedem Monat schwindet für Wissenschaftler in Deutschland die Chance, in der Stammzellforschung weltweit mithalten zu können. Eine Anpassung des Gesetzes an die Forschungsentwicklung könnte das verhindern.

Lesen Sie dazu auch: Neue Quelle für embryonale Stammzellen

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Neuronen aus embryonalen Stammzellen - im Labor klappt’s bereits

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

© samunella / stock.adobe.com

Metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom

PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Insbesondere Clindamycin, Fluorchinolone und Flucloxacillin

Antibiotika wirken sich offenbar langfristig auf das Darmmikrobiom aus

Lesetipps
5 Blutproben in Röhrchen

© Pixel-Shot / Stock.adobe.com

Chronische Erkrankungen

Diese fünf Biomarker weisen auf Multimorbidität hin