Vor allem importierte Erdnüsse und Pistazien können Pilzgifte enthalten

LEIPZIG (scho). Die schädigende Wirkung pilzbefallener Lebensmittel war bereits im Altertum bekannt. Aber erst Mitte des 20. Jahrhunderts konnten spezielle Mykotoxine als Ursache bestimmter Erkrankungen identifiziert werden. Solche Toxine können vor allem in importierten pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen.

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Aufgrund der modernen Spurenanalytik können Mykotoxine heute auch in geringen Konzentrationen in Lebensmitteln nachgewiesen werden. Von Bedeutung sind hierbei vor allem die Pilzmetaboliten Aflatoxin, Trichothecen, Zearalenon, Fumonisin und Ochratoxin A.

Am häufigsten von Pilzen befallen sind pflanzliche Lebensmittel, die aus dem Ausland importiert worden sind. Hierzu zählen Erdnüsse, Pistazien, rote Linsen, Mais und Weizen. Entsprechend kann es in Deutschland Mykotoxine in Zerealien oder Nougatcreme geben. Lebensmittel tierischen Ursprungs sind nur selten betroffen.

Aufgrund der guten Lebensmittelhygiene gibt es in Deutschland jedoch fast keine akuten Intoxikationen mit Mykotoxinen, sagte Privatdozent Dr. Karsten Meyer aus München auf der Tagung der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft in Leipzig. Auch erreichen oder überschreiten die täglich mit der Nahrung aufgenommenen Mykotoxin-Mengen nur selten den von der EU festgelegten Grenzwert, sagte Meyer.

Allerdings sind die Konsequenzen einer chronischen Belastung mit geringen Mykotoxin-Mengen nur schwer abzuschätzen. So ist bekannt, daß Aflatoxine die Entstehung von primären Leberkarzinomen begünstigen.

Und für Fumonisin, das sich vor allem in Mais und Weizen befindet, wird eine karzinogene Wirkung am Ösophagus diskutiert. Ebenfalls karzinogen wirkt wahrscheinlich Ochratoxin A, das aufgrund seiner langen Halbwertszeit und der sehr empfindlichen Nachweismethode auch im Serum von Menschen festgestellt werden kann.

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