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Welt-Tollwut-Tag

Vor dem Reisen ans Impfen denken!

Wer nach Afrika und Asien reist, sollte vor dem Abflug an eine Tollwut-Impfung denken. Denn oft ist für eine Übertragung des Virus von infizierten streunenden Hunden, Affen oder Fledermäusen auf den Menschen nicht einmal ein Biss nötig.

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Seit 2008 gilt Deutschland als frei von klassischer Wildtollwut. In Fledermäusen zirkuliert das Virus allerdings noch.

Seit 2008 gilt Deutschland als frei von klassischer Wildtollwut. In Fledermäusen zirkuliert das Virus allerdings noch.

© Arteria Photography

DÜSSELDORF. Deutschland ist seit 2008 frei von klassischer Wildtollwut, lediglich in Fledermäusen zirkuliert das Virus noch. Reisende können sich aber weiterhin infizieren – vor allem in Afrika und Asien. Wer in Regionen reist, in denen Tollwut übertragen wird, sollte sich vorab impfen lassen – auch, weil in vielen Reiseländern hochwertige Impfstoffe nicht regelhaft zu Verfügung stehen, erinnert das CRM Centrum für Reisemedizin anlässlich des heutigen Welt-Tollwut-Tages.

Ob streunende Hunde, Affen, Katzen oder Fledermäuse – in vielen Ländern Afrikas, Asiens oder Lateinamerikas übertragen Säugetiere die Erreger. Dabei ist nicht einmal ein Biss nötig. Bereits wenn der Speichel von infizierten Tieren in Berührung mit kleinen, offenen Hautstellen kommt, können die Tollwutviren in den menschlichen Organismus gelangen.

In der Regel beträgt die Inkubationszeit von Tollwut drei bis acht Wochen. In Einzelfällen kann es mehrere Jahre dauern, bis die Krankheit ausbricht. Professor Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM, rät, sich schon vor einer Reise vollständig mit einem modernen Zellkulturimpfstoff impfen zu lassen.

Für einen vollständigen Schutz wird die Impfung in drei Dosen innerhalb von mehreren Wochen verabreicht. Bei der Schnellimmunisierung ist es auch möglich, innerhalb von einer Woche zu impfen. Nach Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Tier sollte dann sicherheitshalber noch einmal geimpft werden.

"Allerdings sind in den meisten Schwellen- und Entwicklungsländern hochwertige Zellkulturimpfstoffe und Immunglobuline nur sehr eingeschränkt erhältlich – am ehesten in Kliniken mit westlichem Standard in den großen Metropolregionen", so Jelinek.

Deshalb sollten Reisende in Verbreitungsgebieten der Tollwut vor der Reise vollständig geimpft sein, insbesondere bei unzureichender medizinischer Versorgung, bei Langzeitaufenthalten oder bei einem möglichen Kontakt zu Tieren, etwa weil Nationalparks besucht werden. (eb)

Infos zu Impfempfehlungen aller Reiseländer unter www.crm.de/laender.

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