Infektionen

WHO: 780 erfasste Fälle von Affenpocken in 27 Ländern

688 Fälle von Affenpocken sind laut WHO seit Mitte Mai allein in Europa gemeldet worden. Das RKI erwartet weitere Fälle auch in Deutschland.

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Genf. Die Zahl der bestätigten Fälle von Affenpocken in Ländern, in denen das Virus sonst nicht kursiert, ist laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf 780 gestiegen. Die Infektionen wurden vom 13. Mai bis 2. Juni aus 27 überwiegend westlichen Ländern gemeldet, wie die UN-Organisation am Sonntag in Genf mitteilte. Weiterhin seien hauptsächlich, aber nicht ausschließlich Männer betroffen, die Sex mit Männern haben. Die Mehrheit der Fälle (688) wurde aus europäischen Ländern gemeldet.

Für Deutschland hatte das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag 65 übermittelte Affenpocken-Fälle aus neun Bundesländern gemeldet. „Soweit bekannt, erkranken die meisten Betroffenen nicht schwer“, hieß es. Weitere Fälle seien zu erwarten, die Gefährdung für die breite Bevölkerung sei aber nach derzeitigen Erkenntnissen als gering einzuschätzen. In Großbritannien meldete die Gesundheitsbehörde am Montag 77 weitere Fälle, die nachgewiesen wordenseien. Damit steige die Zahl der im Vereinigten Königreich bestätigten Infektionen auf 302 (Stand: 5. Juni), teilte die Gesundheitsbehörde mit.

WHO: Moderates Risiko

Die WHO stuft das globale Risiko durch Affenpocken weiter als „moderat“ ein. Es könne allerdings „ein hohes Risiko für die öffentliche Gesundheit entstehen, wenn das Virus es schafft, zu einem verbreiteten menschlichen Erreger in nicht-endemischen Ländern zu werden“, hieß es.

Unter den in westlichen Ländern erfassten Fällen gibt es der WHO zufolge keine Toten, aber in fünf afrikanischen Ländern seien in diesem Jahr insgesamt 66 Menschen im Zusammenhang mit Affenpocken gestorben. (dpa)

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