Atemwegsinfektionen

Was tun bei Krankheitsausbrüchen in Pflegeheimen?

Wenn in einem Heim viele Menschen gleichzeitig erkranken, ist ein strukturiertes Vorgehen wichtig. Das Robert Koch-Institut bietet eine Checkliste an, was dagegen zu tun ist.

Veröffentlicht: 04.11.2020, 09:37 Uhr
Gute Betreuung im Pflegeheim: Dazu gehören auch Pläne für ein Ausbruchsmanagement.

Gute Betreuung im Pflegeheim: Dazu gehören auch Pläne für ein Ausbruchsmanagement.

© Qualit Design / stock.adobe.com

Berlin. Ausbrüche mit Erregern von Atemwegserkrankungen kommen häufiger in Alten- und Pflegeheimen vor. Sie werden außer von Influenzaviren ja auch von Respiratorischen Syncytial-Viren (RSV) sowie von Parainfluenza-, Rhino- und humanen Metapneumoviren oder auch von Pneumokokken verursacht. Wegen des hohen Risikos ist vor allem eine schnelle Erregeridentifizierung wichtig, was angesichts der Corona-Pandemie umso dringlicher erscheint.

Zusammen mit Heimleitung und Gesundheitsamt ist ein strukturiertes Vorgehen wichtig. Die Maßnahmen hat das RKI in einer Checkliste zusammengestellt. Sie reichen von einer Intensivierung der hygienischen Maßnahmen über die Surveillance der Bewohner etwa mit Fiebermessen und möglicherweise Influenza-Schnelltests bis hin zu angemessenen Informationen für Personal und Besucher. Bei einem Influenzaausbruch sind zeitnah Neuraminidasehemmer zu erwägen, und zwar auch zur Postexpositionsprophylaxe nicht-erkrankter Heimbewohner. (eis)

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