Weltweit eine Viertelmilliarde Op pro Jahr

LONDON/GENF (dpa). Jedes Jahr haben rund sieben Millionen Patienten weltweit Komplikationen durch eine Operation. Die Hälfte dieser Fälle wäre vermeidbar.

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Zu dem Schluss kommt eine US-Studie für die WHO, die erstmals die Gesamtzahl aller operativen Eingriffe weltweit ermittelt hat. Demnach gibt es rund um den Globus pro Jahr 234,2 Millionen Operationen. Im weltweiten Mittel wird demnach jedes Jahr einer von 28 Menschen operiert.

Während es in den Industrieländern bei 0,4 bis 0,8 Prozent der Eingriffe zum Tod komme, liege die Sterberate in Entwicklungsländern bei 5 bis 10 Prozent. Die Auswertung macht auch eine Versorgungslücke deutlich: Das reichste Drittel der Weltbevölkerung erhält fast drei Viertel aller Eingriffe, das ärmste Drittel nur 3,5 Prozent, wie die Forscher in "The Lancet" online berichten.

Ausgewertet wurden für die Studie Operationsdaten aus 56 der 192 WHO-Mitgliedsländer aus dem Jahr 2004 und hochgerechnet. Dabei wurden alle mit Schnitten verbundenen Eingriffe berücksichtigt, die im OP erfolgten und für die mindestens eine Lokalanästhesie notwendig war.

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