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Werdende Mütter

Weniger Totgeburten nach Grippe-Impfung

Geimpfte Schwangere sind offenbar im Vorteil: Werdende Mütter, die sich gegen Influenza impfen lassen, bringen ihre Kinder seltener tot zur Welt. Auch haben sie weniger Frühgeburten. Das zeigt eine US-Studie.

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Eine junge Frau wird geimpft. Schwangere profitieren von einer Grippeimpfung offenbar auch schon im ersten Trimenon.

Eine junge Frau wird geimpft. Schwangere profitieren von einer Grippeimpfung offenbar auch schon im ersten Trimenon.

© imago/Niehoff

DALLAS (rb). Wie sich die Grippeimpfung auf den Verlauf einer Schwangerschaft auswirkt, haben US-Forscher anhand der Krankenakten von 8690 Schwangeren analysiert, die sich gegen saisonale Grippe hatten impfen lassen (Obstet Gynecol 2012; 120: 532-7).

Die Vergleichsdaten stammten von insgesamt 76.153 Schwangeren, die eine Impfung verweigert hatten.

Seltener Todesfälle unter Neugeborenen

Fehlbildungen traten in beiden Gruppen mit einer Häufigkeit von zwei Prozent auf. Der Anteil totgeborener Kinder war bei den geimpften Frauen geringer: 0,3 Prozent im Vergleich zu 0,6 Prozent bei den nicht geimpften Müttern.

Auch Todesfälle unter Neugeborenen (0,2 Prozent vs. 0,4 Prozent) und Geburten vor der 37. Schwangerschaftswoche (5 Prozent vs. 6 Prozent) waren nach der Influenzaimpfung seltener.

439 Mütter waren bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel geimpft worden. Bei ihnen zeigten sich keinerlei signifikante Unterschiede zu den nicht geimpften Frauen - auch nicht in puncto Fehlbildungen.

Die frühe Impfung war aber häufiger mit einer Verlegung des Kindes auf eine Neugeborenen-Intensivstation korreliert.

STIKO rät Schwangeren zur Impfung

Die Autoren führen dies auf eine höhere Prävalenz von Begleiterkrankungen bei den geimpften Müttern zurück, die im Durchschnitt auch älter waren als die ungeimpften Schwangeren. Dies wirkte sich nicht auf die Zahl der Todesfälle oder die Dauer des Klinikaufenthaltes aus.

Grundsätzlich haben Schwangere laut Aussagen des Robert-Koch-Instituts (RKI) nach Influenzainfektionen mit heftigeren Krankheitsverläufen zu rechnen. Die STIKO rät Schwangeren deshalb zur Impfung, allerdings erst ab dem zweiten Trimenon.

"Damit soll verhindert werden, dass die im ersten Trimenon häufiger auftretenden Spontanaborte fälschlicherweise mit der Impfung in Verbindung gebracht werden", so das RKI. Frauen, bei denen die Influenzaimpfung auch aufgrund einer chronischen Erkrankung indiziert ist, sollten sich laut RKI unabhängig davon impfen lassen, ob oder in welchem Stadium sie schwanger sind.

Quelle: www.springermedizin.de

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