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Wer Rührei verträgt, kann auch geimpft werden

NEU-ISENBURG (eis). Auch die meisten Patienten mit Hühnereiweißallergie können sicher mit Grippe-Impfstoffen geschützt werden. Als Faustregel gilt: Wer Rühreier verträgt, hat kein Problem mit der Impfung.

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Die konventionelle Produktion von Influenza-Impfstoffen erfordert Millionen von Hühnereiern.

Die konventionelle Produktion von Influenza-Impfstoffen erfordert Millionen von Hühnereiern.

© GSK

"Impfärzte sollten nachfragen, wie stark eine Hühnereiweißallergie ausgeprägt ist", betonen Impfexperten www.impfbrief.de.

Meist könnten die Patienten dann doch noch geschützt werde. Empfehlungen dazu hat jetzt das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg veröffentlicht.

Danach können Menschen, die beschwerdefrei Rühreier vertragen, jederzeit die Impfung auf Basis von Hühnereizellen erhalten (www.gesundheitsplattform.brandenburg.de).

Beobachtung wichtig

Auch Patienten, die nach Genuss von Eiern eine Urtikaria kriegen, können geimpft werden. Bei ihnen ist jedoch eine Nachbeobachtung von 30 Minuten notwendig.

Nur bei Patienten mit einer bekannten schweren allergischen Reaktion wird von der Impfung mit hühnereiweißhaltigen Impfstoffen abgeraten.

Die brandenburger Empfehlungen sind an die Leitlinien des US-Advisory Committee on Immunization Practices angelehnt.

Impfung in zwei Fraktionen

In Australien wird darüber hinaus empfohlen, Impfstoffe mit geringen Spuren von Hühnereiweiß bei Allergikern in zwei Fraktionen zu geben.

Zunächst werden etwa 10 Prozent gegeben und dann 30 Minuten beobachtet, dann der Rest und noch einmal 30 Minuten beobachtet.

Es gibt häufig Verunsicherung, wenn bei Hühnereiweißallergie gegen Grippe geimpft werden soll. Influenzaviren für die Vakzinen werden in Hühnereiern gezüchtet, und trotz Aufreinigung gibt es in der Regel Eiweiß-Spuren der Vögel in den Prophylaktika.

Alternativ Zellkultur-Impfstoffe

Oft wird daher nicht geimpft, auch wenn die Allergie nur durch einen Test belegt worden ist und der Patient noch nie Symptome verspürt hat.

Eine Alternative wären die auf Zellkulturen produzierten Impfstoffe, die allerdings diese Saison nach der Rücknahme von Preflucel® in Deutschland nicht verfügbar sind.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Grippeschutz selten kontraindiziert

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