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Wer viel Kaffee und Tee trinkt, senkt Hirntumor-Risiko

Der erhöhte Konsum von Kaffee und Tee reduziert einer prospektiven Studie zufolge offenbar das Risiko, an einem Hirntumor zu erkranken.

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Wissenschaftler vermuten, dass durch die antioxidative Wirkung in Kaffee oder Tee das Risiko, an einem Gliom zu erkranken, verringert wird.

Wissenschaftler vermuten, dass durch die antioxidative Wirkung in Kaffee oder Tee das Risiko, an einem Gliom zu erkranken, verringert wird.

© SXPNZ / fotolia.com

PROVIDENCE (eb). Die Ursache der meisten primären Hirntumorerkrankungen ist bisher weitgehend unklar. Ausnahme: eine geringe genetische Belastung und Strahlenexposition in der Kindheit können zur Entstehung beitragen.

In einigen epidemiologischen Untersuchungen ist ein geringeres Risiko bei Menschen mit Kaffee- und Tee-Konsum beobachtet worden.

Ob es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Kaffee und Tee und dem Risiko einer Hirntumorentstehung gibt, ist jetzt anhand von Daten einer europaweiten Studie geprüft worden (Am J Clin Nutr 2010; 92: 1145).

Es handelt sich dabei um die EPIC*-Studie, in der es um das Risiko für ein Gliom oder ein Meningeom in der europäischen Bevölkerung ging.

Die Daten stammen aus Dänemark, Deutschland, Griechenland, Italien, Holland, Norwegen, Spanien, Schweden und England.

Sie wurden zwischen den Jahren 1991 und 2000 erhoben. Gefragt wurde nach dem Konsum von Kaffee und Tee während der vergangenen zwölf Monate.

Die Menge von täglich getrunkenem Kaffee und Tee schwankte zwischen den einzelnen europäischen Ländern stark. Sie lag mit 798 ml pro Tag in Dänemark am höchsten und mit 98  ml pro Tag in Italien am niedrigsten.

Ein höherer Konsum war mit höherem Alter, höherer Bildung, Rauchen und niedrigerem BMI assoziiert. Bei einem Vergleich der Daten von Konsumenten mit weniger als 100 ml pro Tag mit jenen von Konsumenten mit mehr als 100 ml pro Tag, ergab sich ein signifikant verringertes Gliomrisiko (HR = 0,66).

Für das Risiko einer Meningeomerkrankung wurde jedoch in der prospektiven EPIC-Studie kein solcher Zusammenhang entdeckt.

Dass ein hoher Konsum von Kaffee und Tee das Risiko, an einem Gliom zu erkranken, verringert, beruht wahrscheinlich auf den antioxidativen Wirkungen von Kaffee und Tee oder deren Inhaltsstoffen, vermuten die Wissenschaftler.

*EPIC: European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition

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