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Werden Dengue-Fieber und Malaria in Europa heimisch?

MÜNCHEN (sto). Erkrankungen, deren Erreger durch Mücken übertragen werden, könnten auch in unseren Breitengraden häufiger werden, sagte der Reisemediziner Dr. Nikolaus Frühwein gestern in München.

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Sein Beispiel: Dengue-Fieber. Die Viruserkrankung hat sich inzwischen bereits über die gesamte tropische und subtropische Welt verbreitet. Und die Tigermücke (Aedes albopictus), die eine der Überträgermücken ist, ist bereits in Italien und Frankreich nachgewiesen worden.

Eine mögliche Ursache dieser Entwicklung sei die globale Klimaveränderung. Aber auch die Armut in der Dritten Welt trage dazu bei, daß durch Insekten übertragene Erkrankungen sich weiter verbreiten, so Frühwein auf einer Veranstaltung der Bayerischen Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen. Denn in Entwicklungsländern stehe kaum noch Geld für die Mückenbekämpfung zur Verfügung.

Bisher konnten sich die meisten Tropenerkrankungen bei uns kaum ausbreiten. Das könne sich jedoch ändern, meinte der Münchner Reisemediziner. Denn in einer Untersuchung des Umweltbundesamtes sind in Deutschland sowohl Erreger für Tropenerkrankungen als auch deren Überträger gefunden worden.

Bei einer Klimaerwärmung müsse etwa mit einer weiteren Verbreitung der Anopheles-Mücke gerechnet werden. Und wenn dann auch noch vermehrt Malariaerkrankungen eingeschleppt und die Patienten nicht sofort behandelt werden, könne die Malaria, die bei uns noch in den 50er Jahren aufgetreten ist, auch in Deutschland wieder heimisch werden, warnte Frühwein. Deshalb müsse alles getan werden, um eine Einschleppung von Tropenkrankheiten zu vermeiden.

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