Direkt zum Inhaltsbereich

Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird

HAMBURG/BRÜSSEL (dpa). Zu große Hitze lässt den Kreislauf des Menschen zusammenbrechen. Der steigende Meeresspiegel vertreibt ihn von Inseln und aus Küstensiedlungen. Stürme und Dürren zerstören seine Ernten, Starkregen viele Dörfer und Städte. Zudem kosten solche Folgen des Klimawandels viele Milliarden Euro.

Von Thilo Resenhoeft Veröffentlicht:

Der Mensch ist an vielen Stellen verletzlich. Und am Freitag wird ihm die Arbeitsgruppe II des UN-Klimarates zeigen, wie sehr. Dann stellen die Forscher in Brüssel den zweiten Teil ihres Klimareports vor. Das Papier hat die Auswirkungen des Klimawandels zum Thema, die möglichen Anpassungen daran - und die "Verletzlichkeit des Menschen".

Seit der erste Teil des insgesamt vierten UN-Klimareports Anfang Februar alle vernünftigen Zweifel an dem vom Menschen verstärkten Treibhauseffekt vom Tisch fegte, hat sich die Bühne für den Auftritt von IPCC-Direktor Rajendra Pachauri deutlich gewandelt (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC).

Er kann sich der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, der Presse und der Politik sicher sein. Der Erde droht bis Ende des Jahrhunderts im schlimmsten Fall eine Zunahme der Temperatur um bis zu 6,4 Grad Celsius. Aus Vorabversionen des zweiten Teils wurde bekannt, dass sich die Konsequenzen der globalen Erwärmung selbst mit einer deutlichen klimapolitischen Wende nur noch mildern lassen. Bis 2080 werden dem neuen Bericht zufolge bis zu drei Milliarden Menschen unter Wasserknappheit leiden, 600 Millionen werden von Hunger bedroht sein.

Grundlage der Analyse sind etwa 30 000 Datensätze aus den vergangenen 20 Jahren. Damit fußt auch der zweite Teil des Reports auf einer breiten Datengrundlage - wie zuvor bereits Teil I. Die endgültige Fassung wird erst unmittelbar vor der Veröffentlichung am Freitag beschlossen.

Auch Deutschland drohen empfindliche Konsequenzen. Die Klimaexperten Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe und Peter Werner vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) erwarten trocken-heiße Sommer und warm-feuchte Winter. Laufe der Treibhausgasausstoß weiter wie bisher, seien vor allem im niederschlagsarmen Osten Wasserprobleme garantiert. Dem PIK-Experten Wolfgang Cramer zufolge war bereits der Hitzesommer 2003 mit 30 000 Hitzetoten europaweit zu einem gewichtigen Teil durch den Klimawandel bedingt.

Schlagworte:
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Tipps

Sommerhitze: Das ist wichtig bei älteren Patienten

Deutsche Gesellschaft für Nephrologie

Post-COVID-Syndrom: Blutwäsche in Studie ohne Nutzen für Betroffene?

Lesetipps
Es muss nicht immer die ganze Packung sein. Bei Abklingen der Symptome reicht oft eine kürzere Dauer der Antibiotikatherapie.

© umang / stock.adobe.com

Kürzer ist oft besser

Wann ein Antibiotikum früher abgesetzt werden kann

Frau mit Restless-Legs-Syndrom liegt im Bett und wackelt mit den Beinen.

© Andrey Popov / stock.adobe.com

Achtung vor RLS-Mimics

Restless-Legs-Syndrom: Mit 5 Kriterien zur Diagnose

Mehrere Menschen im Gespräch

© Jacob Lund / stock.adobe.com

Wohlbefinden stärken

Wie sich psychische Erkrankungen im Praxisteam vorbeugen lassen