Vogelgrippe

Wildvögel infizieren keine Menschen

FRANKFURT AM MAIN (dpa). Wildvögel haben nach Darstellung des Frankfurter Virologen Professor Hans Wilhelm Doerr noch keinen Menschen mit dem Vogelgrippevirus angesteckt. "Das waren immer nur Hühner", sagte der Direktor des Instituts für Medizinische Virologie am Universitäts-Klinikum.

Veröffentlicht: 15.02.2006, 08:00 Uhr

Die von Bundesagrarminister Horst Seehofer (CSU) veranlaßte Stallpflicht sei sinnvoll, so Doerr. Sie gilt vom 20. Februar an, um das Geflügel vor einer Infektion durch Zugvögel zu schützen, und damit indirekt auch Menschen.

"Ich rechne damit, daß das Virus auch nach Deutschland kommt. Im Frühjahr, wenn die Zugvögel hierher fliegen und mehr Reiseaktivität ist", sagte der Mediziner. Es sei zu hoffen, daß das deutsche Veterinärüberwachungssystem viel besser ist als das der Türkei. "Im Allgemeinen hat es sich ja gut bewährt."

"Hühner produzieren das Virus in rauen Mengen. Sie sind meist mit der sehr pathogenen Variante infiziert", sagte Doerr. Sie schieden das Virus in großen Mengen mit dem Kot aus. Wildvögel dagegen säßen nicht so dicht aufeinander wie Hühner und häuften daher auch nicht so viel Stuhl an.

"Das H5N1-Virus hat noch nicht die entscheidende Mutation durchgemacht, auf Grund derer es von da an leichter Säugetiere befällt als Vögel", sagte der Virologe.

Wenn es den Menschen dennoch befällt, muß die Menge der Viren für eine Erkrankung sehr groß sein.

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