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"Ziele im Kampf gegen Aids wurden verfehlt"

NEW YORK (ple). Die Weltgemeinschaft hat nach Angaben von UN- Generalsekretär Kofi Annan im Kampf gegen Aids wesentliche der vor fünf Jahren gesteckten Ziele verfehlt.

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Dabei habe sich die Immunschwäche seit ihrer Entdeckung vor 25 Jahren "weiter, schneller und mit schlimmeren Langzeitauswirkungen verbreitet als irgendeine andere Krankheit", sagte Annan bei der UN-Sondersitzung zu Aids in New York.

Bei der ersten UN-Aids-Konferenz vor fünf Jahren hatte sich die internationale Gemeinschaft unter anderem verpflichtet, die Rate der Neu-Infektionen unter jungen Menschen in den am schlimmsten betroffenen Ländern bis 2005 um ein Viertel zu senken, bis 2010 sollte das weltweit geschehen. Das erste Ziel wurde nach den Zahlen des aktuellen Welt-Aids-Berichts nicht erreicht.

Global betrachtet verläuft die Ausbreitung von HIV jedoch offenbar langsamer als bisher, wie aus dem Bericht hervorgeht. Es gibt allerdings Regionen, etwa Osteuropa, wo die Zahl der HIV-Neu-Infektionen deutlich gestiegen ist. In anderen Ländern, etwa in Kenia, ist die HIV-Prävalenz in den vergangenen Jahren gesunken.

In Osteuropa und Zentralasien leben nach Schätzungen von UNAIDS inzwischen mehr als 1,5 Millionen HIV-Infizierte. Innerhalb einer Dekade sei die Zahl der Neu-Infektionen dort um das 20fache gestiegen. In der Russischen Föderation ist die HIV-Epidemie am größten in Europa: Ende 2005 waren 940 000 Menschen mit HIV infiziert, das entspricht einer HIV-Prävalenz von 1,1 Prozent.

Ermutigend ist die Entwicklung der HIV-Epidemie in sechs von elf Ländern Afrikas. In den Ländern, darunter auch Kenia und Simbabwe, ist die HIV-Prävalenz bei 15- bis 24jährigen in größeren Städten um mindestens 25 Prozent im Vergleich zu Anfang 2000 zurückgegangen.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Von einer mysteriösen Lungenentzündung bei jungen Homosexuellen zu einer Pandemie - 25 Jahre Aids

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