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Zurück bleibt Enttäuschung

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Jetzt ist es offiziell: Der koreanische Forscher Woo Suk Hwang aus Seoul ist ein Betrüger, der die Forschergemeinde und die Öffentlichkeit weltweit hinters Licht geführt hat. Mit dem abschließenden Untersuchungsbericht der Universität in Seoul, der jetzt bekanntgegeben wurde, hat der Skandal ein vorläufiges Ende.

Zurück bleiben enttäuschte Forscher, die auf ihrem Weg zu einer patientenspezifischen Therapie mit Hilfe geklonter embryonaler Stammzellen weit zurückgeworfen sind. Zurück bleibt aber auch eine enttäuschte Öffentlichkeit - nicht nur in Südkorea -, deren Vertrauen in die Wissenschaft durch die Betrügereien Hwangs erschüttert ist. Es wird auch für Wissenschaftler in Deutschland schwierig werden, dieses Vertrauen wiederzuerlangen.

Der Fall Hwang war nicht der erste Betrug in der Wissenschaft - und wird auch nicht der letzte sein. Er kann aber Anlaß dafür sein, das etablierte Procedere bei der Begutachtung zur Publikation eingereichter wissenschaftlicher Arbeiten in Frage zu stellen, um auch den kleinsten Manipulationen wissenschaftlicher Daten frühzeitig auf die Schliche zu kommen. Das würde helfen, das Vertrauen in die Wissenschaft wiederzugewinnen.

Lesen Sie dazu auch: Hwang hat alle Stammzelldaten gefälscht

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