Zweitlinien-Therapie mit Docetaxel nützt bei Bronchial-Ca

TIMMENDORFER STRAND (awa). Nach Versagen einer Chemotherapie profitieren Patienten mit fortgeschrittenem und metastasiertem nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) von einer Zweitlinien-Therapie mit Docetaxel. Die wöchentliche Applikation ist dabei weniger toxisch als die Applikation einer hohen Dosis alle drei Wochen.

Veröffentlicht:

"Vor zehn Jahren gab es noch keinen Hinweis darauf, daß Patienten mit fortgeschrittenem, nicht resezierbarem NSCLC in irgendeiner Weise von einer Zweitlinien-Chemotherapie profitieren. Mittlerweile wird für diese Patienten etwa Docetaxel (Taxotere®) nach Versagen einer platinhaltigen Ersttherapie empfohlen", sagte Professor Wolfgang Schütte aus Halle.

So verbesserte Docetaxel nach durchschnittlich drei Zyklen in zwei großen Studien im Vergleich sowohl zu Best Supportive Care (bestmögliche symptomatische Therapie) als auch zu Vinorelbin oder Ifosfamid den Allgemeinzustand. Die Patienten verloren kaum Gewicht, und sie benötigten weniger Schmerzmittel.

Das gelte auch für Patienten mit initial schlechtem Allgemeinzustand, sagte Schütte auf einer Veranstaltung des Unternehmens Sanofi-Aventis in Timmendorfer Strand. Deshalb könne heutzutage keinem Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC nach Versagen einer ersten Chemotherapie eine weitere Behandlung mehr verweigert werden.

Zudem kann die Verträglichkeit der Docetaxel-Therapie verbessert werden, wenn statt alle drei Wochen 75 mg/m2 einmal in der Woche 35 mg/m2 Körperoberfläche gegeben wird, und zwar sechs Wochen lang mit einer Woche Pause in der vierten Woche. In einer Studie mit 208 Patienten war die wöchentliche Verabreichung genauso wirksam, verursachte aber deutlich weniger schwere hämatologische unerwünschte Wirkungen wie Anämie und Leukopenie.

Die Ansprechrate lag mit der dreiwöchigen Applikation bei 10,5 Prozent und mit der wöchentlichen Gabe bei 12,6 Prozent. Im Median lebten die Patienten noch 6,3 Monate bei dreiwöchiger und 9,2 Monate bei wöchentlicher Applikation. Nach einem Jahr lebten noch 26 Prozent mit dreiwöchiger versus 39,5 Prozent bei wöchentlicher Therapie.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Nichtkleinzelliges Lungenkarzinom

NSCLC: Chemoimmuntherapie besser morgens verabreichen?

Das könnte Sie auch interessieren
Welche Rolle spielt Zink?

© Tondone | AdobeStock

Immunsystem unterstützen:

Welche Rolle spielt Zink?

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Impf- und Zinkstatus im Blick

© Wörwag Pharma | KI-generiert

Bei Risikogruppen:

Impf- und Zinkstatus im Blick

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

© artemidovna | AdobeStock

Ernährungsfallen:

Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Praxisfall im Podcast: Atemwegsinfekt

© Bionorica SE

Phytoneering-Akademie

Praxisfall im Podcast: Atemwegsinfekt

Anzeige | Bionorica SE
Antibiotika – Fluch und Segen

© Bionorica SE

Podcast

Antibiotika – Fluch und Segen

Anzeige | Bionorica SE
Brauchen wir noch Antibiotika?

© deepblue4you | iStock

Content Hub

Brauchen wir noch Antibiotika?

Anzeige | Bionorica SE
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Zum Welttuberkulosetag

Neue S3-Leitlinie: Mehr Struktur fürs Tuberkulose-Screening

Lesetipps