Rückenschmerzen

red flags - Signale für gravierende Schmerzursache

Bei den meisten Rückenschmerz-Patienten liegt eine unspezifische funktionelle Störung vor. Dennoch sollte bereits bei der ersten körperlichen Untersuchung auf Hinweise für eine möglicherweise ernsthafte organische Schmerzursache geachtet werden.

Veröffentlicht: 15.03.2004, 08:00 Uhr

Solche "red flags" sind etwa starke Entzündungszeichen, unklares Fieber, Berichte über starken Gewichtsverlust oder neurologische Ausfälle, Blasen-Mastdarmparesen sowie Reithosenanästhesie. Bei älteren Patienten mit Rückenschmerzen könne ein starker, klar lokalisierbarer Druckschmerz auch Ausdruck einer frischen osteoporotischen Fraktur sein, so Dr. Dirk Risack aus Nürnberg.

Zusätzlich zu den "red flags", empfiehlt er, auch auf psychische Risikofaktoren für eine Chronifizierung zu achten, als "yellow flags" bezeichnet. Typische Zeichen seien Angst vor körperlicher Arbeit, Schon- und Vermeidungsverhalten, Unzufriedenheit mit dem Arbeitsplatz, Depression, sozialer Rückzug, Passivität und übertriebene Krankheitsfixierung sowie Doktor-Hopping und die unkoordinierte Einnahme vieler Arzneien.

Damit es aber erst gar nicht soweit kommt, rät Risack: "Legen Sie bei Patienten mit akuten Rückenbeschwerden die Therapie nie langfristig an. Überprüfen Sie regelmäßig den Erfolg, und motivieren Sie die Patienten zu einer körperlichen Aktivität, die ihnen Spaß macht."

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