Investitionen

136 Millionen für Sanierung der rheinland-pfälzischen Krankenhäuser

Rheinland-Pfalz hat seine Mittel für Krankenhausinvestitionen um acht Millionen Euro erhöht. Das reicht bei Weitem nicht, kritisiert die Krankenhausgesellschaft.

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Mainz. Die Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz erhalten in diesem Jahr vom Land 136 Millionen Euro für bauliche Vorhaben und Modernisierungen. Das seien acht Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr, teilte Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) mit.

Diese Steigerung um 6,25 Prozent liege ungefähr auf der Höhe der derzeitigen Inflationsrate. Die Mittel sollen unter anderem dafür verwendet werden, die Bettenzahl pro Zimmer – nicht zuletzt als Lehre aus der Corona-Pandemie – zu reduzieren und die Arbeitsbedingungen für die Pflege zu verbessern.

Verbesserungsbedarf sieht Hoch nach eigenen Angaben bei der Finanzierung der Betriebskosten der Krankenhäuser. Deshalb sei er froh, dass Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) eine Arbeitsgruppe eingesetzt habe, die sich mit der Finanzierung der Krankenhäuser durch die Kostenträger befasse.

Kliniken entscheiden, wie sie das Geld verwenden

Die Gesamtsumme teilt sich so auf: 71 Millionen Euro werden den Kliniken für bauliche Investitionen bereitgestellt und 65 Millionen als Pauschalförderung. Dabei können die Krankenhäuser in eigener Verantwortung entscheiden, wie sie das Geld verwenden.

Die Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz (KGRP) kritisierte das Investitionsprogramm als unzureichend. „Wir haben einen Investitionsstau“, sagte Geschäftsführer Andreas Wermter. Die jetzt vorgesehene Erhöhung des Investitionsvolumens decke nicht einmal die gestiegene Inflationsrate ab – ganz zu schweigen von den Baupreissteigerungen im hohen zweistelligen Bereich.

Die KGRP fordert eine stufenweise Anhebung der jährlichen Fördermittel auf 300 Millionen für Modernisierungen, Um- und Neubauten. (dpa)

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