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Sachsen-Anhalt

277 Bewerber für 21 Studienplätze per Landarztquote

Auf dem Land in Sachsen-Anhalt als Hausarzt zu arbeiten, scheint junge Leute zu locken. Die Bewerberzahl ist hoch.

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Magdeburg. Das Interesse an den insgesamt 21 Studienplätzen für angehende Landärzte in Sachsen-Anhalt ist groß. 277 Bewerbungen sind eingegangen.

Als eines der ersten Bundesländer hat Sachsen-Anhalt ein Landarztgesetz beschlossen und im Februar dieses Jahres erstmals fünf Prozent der Studienplätze an den Universitäten Magdeburg und Halle im Rahmen der Landarztquote ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist war Ende März ausgelaufen.

Online-Studierfähigkeitstest im Mai

Rund 200 Frauen und Männer erfüllen die Voraussetzungen, um am weiteren Bewerbungsverfahren teilzunehmen, für das die KV Sachsen-Anhalt (KVSA) zuständig ist . Sie lädt nun zu einem Studierfähigkeitstest ein, der Mitte Mai stattfindet – aufgrund der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr online.

„Das Bewerbungsverfahren ist eine Chance für diejenigen, die Medizin studieren wollen, aber keinen Abiturschnitt von 1,0 haben. Hier zählen – außer der Abiturnote, die nur mit zehn Prozent gewertet wird – vor allem die Berufserfahrung und das Testergebnis“, sagt Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne, die sich erfreut zeigte über die große Resonanz.

Beim Test werden neben der allgemeinen Studierfähigkeit vor allem Motivation und persönliche Eignung für eine hausärztliche Tätigkeit auf dem Land geprüft. „Die Landarztquote ist ein wesentlicher Baustein, um die hausärztliche Versorgung in ländlich geprägten Regionen Sachsen-Anhalts sicherstellen zu können“, so KVSA-Vorstand Dr. Burkhard John.

Nach seiner Information sind bereits derzeit über 300 Hausarztstellen in Sachsen-Anhalt unbesetzt. Die Bewerber auf einen der Studienplätze an den Universitäten Magdeburg und Halle verpflichten sich, nach der Facharzt-Weiterbildung, zehn Jahre als Hausärzte in Sachsen-Anhalt zu arbeiten. (zie)

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