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Versorgungsdefizite

Aids-Hilfe mahnt das Land NRW

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KÖLN. Die Aids-Hilfe Nordrhein-Westfalen macht sich Sorgen um die flächendeckende fachärztliche Versorgung von Menschen mit HIV.

Angesichts der immer größer werdenden Zahl betroffener Menschen sei sie schon heute nicht mehr gewährleistet, fürchtet Landesgeschäftsführer Patrick Maas.

Das gelte insbesondere für ländliche Regionen. "Wir rufen das Land NRW dazu auf, im Sinne der Sicherstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse eine konzertierte Aktion ins Leben zu rufen, um gut erreichbare Strukturen für Beratung, Betreuung und medizinisch-pflegerische Versorgung zu gewährleisten", sagte Maas.

Für notwendig hält die Aids-Hilfe NRW etwa eine bessere Vernetzung von niedergelassenen Haus- und Fachärzten mit spezialisierten Kollegen und die Einrichtung von Konsilen. Die Organisation sieht auch die Fachgesellschaften in der Pflicht, mehr Mediziner dazu zu bringen, sich in der Versorgung zu engagieren.

Die bessere fachärztliche Versorgung gehört zu einem Forderungskatalog, den die Aids-Hilfe an die im NRW-Landtag vertretenen Parteien geschickt hat.

Zu den dort aufgeführten Anliegen gehören auch der Abbau der Diskriminierung von Menschen mit HIV, der Ausbau zielgruppenspezifischer Präventionsangebote und eine bessere Versorgung im Bereich der sexuell übertragbaren Krankheiten.

Die Möglichkeiten, sich vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen, bedürften einer differenzierten Vermittlung und individuellen Beratung, sagte Maik Schütz, Vorstand der Aids-Hilfe NRW.

"Hierfür ist sowohl eine bessere Aus- und Fortbildung für Ärztinnen und Ärzte als auch das Vorhalten moderner integrierter und niederschwelliger Beratungs- und Behandlungskonzepte erforderlich." (iss)

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