Direkt zum Inhaltsbereich

„Gesunde Krankenhäuser“

Berliner Senat verwirft Volksentscheid

Veröffentlicht:

BERLIN. Der Berliner Senat hat den „Volksentscheid für Gesunde Krankenhäuser“ als unzulässig abgelehnt.

Das angestrebte Gesetz sei in weiten Teilen unvereinbar mit der Verfassung von Berlin und dem Grundgesetz, so die Begründung. Dem Land Berlin fehle zudem für viele Teile des Gesetzentwurfs die Gesetzgebungskompetenz, argumentiert der Senat. Die endgültige Entscheidung über die Zulässigkeit des Volksbegehrens trifft jedoch der Verfassungsgerichtshof.

Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) erklärte im Grundsatz ihre Übereinstimmung mit den zentralen Forderungen des Volksbegehrens.

„Eine bedarfsgerechte Ausstattung der Krankenhäuser mit Pflegepersonal, die Förderung notwendiger Investitionskosten und die Vermeidung von Krankenhausinfektionen sind unabdingbare Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige Durchführung der Krankenhausbehandlung“, so Kalayci. Darauf wirkt der Senat ihren Angaben zufolge mit mehreren Maßnahmen hin.

Kalayci verwies unter anderem auf das Engagement des Landes bei der Einführung der Mindestbesetzung bestimmter Funktionsbereiche im Krankenhaus mit Pflegefachkräften auf Bundesebene, auf die gestiegene Investitionsfinanzierung für die Krankenhäuser und den ‚Berliner Pakt für die Pflege‘.

Die Initiative für den Volksentscheid kritisierte, dass der Berliner Senat eine einmalige Gelegenheit vertan habe, sofort für bessere Bedingungen für Personal und Patienten in Berliner Kliniken zu sorgen. „Wir bleiben bei unserer Auffassung, dass die Umsetzung rechtlich möglich ist.

Paragraf 6 Abs.1a des Krankenhausfinanzierungsgesetzes gibt den Ländern den Spielraum für den Erlass von Qualitätsanforderungen“, so Anja Voigt für die Volksentscheidsinitiative. Die Initiative kritisierte die bundesweiten Personaluntergrenzen. Sie würden den schlechten Status quo zementieren. (ami)

Mehr zum Thema

Berufsobergericht für Heilberufe Berlin

Urteil: Kein Maulkorb für Ärzte wegen Äußerungen zu COVID-Pandemie

Das könnte Sie auch interessieren
An der Frankfurt School of Finance & Management im Norden der Mainmetropole wird auch in diesem Jahr der Tag der Privatmedizin 2026 ausgerichtet. Die Veranstaltung ist für den 21. November angesetzt. (Archivbild)

© Frankfurt School of Finance & Management

Update

Praxiswissen und Innovation

Privatmedizin: Anregungen für die Praxis in Frankfurt am 21. November

Logo Cardisio

© Cardisio

Cardisio

Cardisiographie mit LVEF-Erkennung

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Risikopatienten identifizieren

Osteoporose: So verhindern Sie die (nächste) Fraktur

Lesetipps
Group of people over vintage colors background smiling with hands on chest with closed eyes and grateful gesture on face. Health concept.

© Krakenimages.com / stock.adobe.com

Diskriminierung

Rassismus in der Hausarztpraxis: Warum Hinschauen die Versorgung verbessert

Schematische Darstellung der Lunge mit Bakterienbesiedlung.

© Working Moments / stock.adobe.com

Mikrobiomforschung

Atemwegs-Dysbiose befeuert Lungenerkrankungen