Corona-Krise

Bombendrohungen gegen Gesundheitsämter

Unbekannte haben gegen Gesundheitsämter in mehreren Bundesländern telefonische Bombendrohungen gerichtet. Einsatzkräfte entdeckten jedoch keinen Sprengstoff.

Veröffentlicht: 09.08.2020, 13:48 Uhr
Eine Polizistin läuft mit ihrem Diensthund durch das Gesundheitsamt in Olpe. Wegen einer Bombendrohung hatte die Polizei die Behörde vorübergehend geräumt.

Eine Polizistin läuft mit ihrem Diensthund durch das Gesundheitsamt in Olpe. Wegen einer Bombendrohung hatte die Polizei die Behörde vorübergehend geräumt.

© Markus Klümper / dpa

Olpe/Köln/Ansbach. In Nordrhein-Westfalen, Bayern und Rheinland-Pfalz hat es Bombendrohungen gegen Gesundheitsämter gegeben. Die Hintergründe sind laut Behördenangaben unklar.

Die Gesundheitsbehörde im westfälischen Olpe wurde vorübergehend geräumt, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Polizeikräfte und ein Sprengstoffspürhund durchsuchten das Gebäude, in dem auch die Rettungsleitstelle des Kreises untergebracht ist. Nachdem sich bei der Durchsuchung am späten Freitagabend kein Sprengstoff fand, wurde das Gebäude wieder freigegeben. Die Polizei leitete gegen den anonymen Anrufer ein Strafverfahren ein.

Drohanrufe an mehreren Orten in NRW

Auch in Köln wurde am Freitagabend per Telefon mit einer Bombe gedroht. Der Anruf sei nicht als ernsthafte Bedrohung eingeschätzt worden, teilte ein Polizeisprecher am Samstag mit. Routinemäßig ermittele der Staatsschutz. Den Angaben zufolge sollen ähnliche Drohungen auch in anderen Städten Nordrhein-Westfalens eingegangen sein. Einzelheiten waren dazu zunächst nicht bekannt.

In Mittelfranken lösten zwei ähnliche Anrufe in der Nacht zum Samstag Einsätze aus. In Ansbach ging eine Drohung gegen das Gesundheitsamt ein, wie die Polizei mitteilte. Rund 30 Anwohner mussten vorsorglich ihr Zuhause verlassen. Die Beamten fanden bei der Durchsuchung weder verdächtige Gegenstände noch verdächtige Personen.

Fünf Bombendrohungen in Bayern

In Nürnberg ging Freitagnacht ebenfalls ein Drohanruf bei der Polizei ein. Dieser richtete sich gegen ein Wohn- und Geschäftshaus. Die Polizei sperrte das Gebäude daraufhin ab und durchsuchte die Räume. „Derzeit wird geprüft, ob es einen Zusammenhang zwischen den Ereignissen in Ansbach und Nürnberg gibt“, sagte ein Sprecher.

Insgesamt sei es in der Nacht zu fünf Drohanrufen in Bayern gekommen, teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit. Derzeit lägen zu den Hintergründen noch keine weiteren Erkenntnisse vor. Auch aus Pirmasens (Rheinland-Pfalz) wurde eine Bombendrohung gegen das Gesundheitsamt am Freitagabend gemeldet - gefunden wurde nichts. (dpa)

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