Corona-Krise

Bombendrohungen gegen Gesundheitsämter

Unbekannte haben gegen Gesundheitsämter in mehreren Bundesländern telefonische Bombendrohungen gerichtet. Einsatzkräfte entdeckten jedoch keinen Sprengstoff.

Veröffentlicht:
Eine Polizistin läuft mit ihrem Diensthund durch das Gesundheitsamt in Olpe. Wegen einer Bombendrohung hatte die Polizei die Behörde vorübergehend geräumt.

Eine Polizistin läuft mit ihrem Diensthund durch das Gesundheitsamt in Olpe. Wegen einer Bombendrohung hatte die Polizei die Behörde vorübergehend geräumt.

© Markus Klümper / dpa

Olpe/Köln/Ansbach. In Nordrhein-Westfalen, Bayern und Rheinland-Pfalz hat es Bombendrohungen gegen Gesundheitsämter gegeben. Die Hintergründe sind laut Behördenangaben unklar.

Die Gesundheitsbehörde im westfälischen Olpe wurde vorübergehend geräumt, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Polizeikräfte und ein Sprengstoffspürhund durchsuchten das Gebäude, in dem auch die Rettungsleitstelle des Kreises untergebracht ist. Nachdem sich bei der Durchsuchung am späten Freitagabend kein Sprengstoff fand, wurde das Gebäude wieder freigegeben. Die Polizei leitete gegen den anonymen Anrufer ein Strafverfahren ein.

Drohanrufe an mehreren Orten in NRW

Auch in Köln wurde am Freitagabend per Telefon mit einer Bombe gedroht. Der Anruf sei nicht als ernsthafte Bedrohung eingeschätzt worden, teilte ein Polizeisprecher am Samstag mit. Routinemäßig ermittele der Staatsschutz. Den Angaben zufolge sollen ähnliche Drohungen auch in anderen Städten Nordrhein-Westfalens eingegangen sein. Einzelheiten waren dazu zunächst nicht bekannt.

In Mittelfranken lösten zwei ähnliche Anrufe in der Nacht zum Samstag Einsätze aus. In Ansbach ging eine Drohung gegen das Gesundheitsamt ein, wie die Polizei mitteilte. Rund 30 Anwohner mussten vorsorglich ihr Zuhause verlassen. Die Beamten fanden bei der Durchsuchung weder verdächtige Gegenstände noch verdächtige Personen.

Fünf Bombendrohungen in Bayern

In Nürnberg ging Freitagnacht ebenfalls ein Drohanruf bei der Polizei ein. Dieser richtete sich gegen ein Wohn- und Geschäftshaus. Die Polizei sperrte das Gebäude daraufhin ab und durchsuchte die Räume. „Derzeit wird geprüft, ob es einen Zusammenhang zwischen den Ereignissen in Ansbach und Nürnberg gibt“, sagte ein Sprecher.

Insgesamt sei es in der Nacht zu fünf Drohanrufen in Bayern gekommen, teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit. Derzeit lägen zu den Hintergründen noch keine weiteren Erkenntnisse vor. Auch aus Pirmasens (Rheinland-Pfalz) wurde eine Bombendrohung gegen das Gesundheitsamt am Freitagabend gemeldet - gefunden wurde nichts. (dpa)

Schlagworte:
Mehr zum Thema

Weltgesundheitsversammlung beginnt

Jahresversammlung der WHO startet ohne Pandemieabkommen

Das könnte Sie auch interessieren
Umgang mit Multimorbidität in der Langzeitpflege

© Viacheslav Yakobchuk / AdobeStock (Symbolbild mit Fotomodellen)

Springer Pflege

Umgang mit Multimorbidität in der Langzeitpflege

COVID-19 in der Langzeitpflege

© Kzenon / stock.adobe.com

Springer Pflege

COVID-19 in der Langzeitpflege

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Leitartikel

GVSG: Zu viele Leerstellen

Verbesserung der Leistungsfähigkeit

Betablockerverzicht bei HFpEF unterschiedlich erfolgversprechend

Vor Europawahl am 9. Juni

23 Ärztinnen und Ärzte sind Abgeordnete im EU-Parlament

Lesetipps
Prinzipiell folge aus REDUCE-AMI, so Prof. Dr. Michael Böhm, dass bei Infarktpatienten mit erhaltener Pumpfunktion keine Betablocker mehr gegeben werden müssten. Das gelte, sofern es keinen anderen Grund für Betablocker gebe, konkret tachykardes Vorhofflimmern oder anhaltende Angina.

© shidlovski / stock.adobe.com

Nach der REDUCE-AMI-Studie

Bye-bye für Betablocker nach Herzinfarkt?

Viele Menschen sind adipös. Die Kombination aus Intervallfasten plus Protein-Pacing kann anscheinend neben einer Gewichtsabnahme auch zu einem gesünderen Mikrobiom verhelfen.

© Aunging / stock.adobe.com

Verändertes Mikrobiom

Intervallfasten plus Protein-Pacing lassen die Pfunde purzeln