Schleppende Corona-Impfkampagne

Brandenburger CDU: Ungenutzte Impfdosen an Dritte Welt spenden!

In Deutschland lässt die Impfbereitschaft nach, andere Länder wären froh, sie würden an Impfstoff kommen. Das sollte Konsequenzen haben, fordert der Brandenburger Unions-Fraktionschef Redmann.

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Brandenburger CDU-Fraktionschef Jan Redmann: Wer sich gegen COVID-19, auch SARS-CoV-2, impfen lassen kann, aber nicht will, müsse mit den Konsequenzen leben.

Wer sich impfen lassen kann, aber nicht will, soll mit den Konsequenzen leben, fordert der Brandenburger CDU-Fraktionschef Jan Redmann.

© Soeren Stache / dpa-Zentralbild / dpa / picture alliance

Potsdam. Brandenburgs CDU-Fraktionschef Jan Redmann will überzählige Impfdosen des Landes Brandenburg an Länder in der so genannten Dritten Welt spenden. „Es wäre ein Frevel, wenn in einer Situation, in der überall auf der Welt Impfstoffe benötigt werden, in Brandenburg Dosen verfielen, weil sich zu wenig Menschen impfen lassen wollen“, sagte Redmann der „Ärzte Zeitung“. „ Bevor das passiert, sollte man diese Impfdosen natürlich anderen Ländern zur Verfügung stellen.“

Erst vor wenigen Tagen hatte die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) beschlossen, in den Bundesländern aufgelaufene Restbestände an Drittstaaten zu spenden. In dem GMK-Beschluss heißt es: „Der Bund wird Impfstoffe, die in der nationalen Impfkampagne nicht zum Einsatz kommen und deren Lagerhaltung eine Weitergabe zulassen, Drittstaaten durch Impfstoffspenden zur Verfügung stellen.“

„Nicht wie sauer Bier anbieten“

Aus Sicht des Brandenburger Christdemokraten Redmann ist es ein großer Fehler, Impfungen anzubieten, wie sauer Bier. „Denn jede einzelne Impfdosis ist so eine wertvolle Arznei, die überall auf der Welt heiß begehrt ist und Leben rettet“, sagte er. Dies müsse niemandem aufgedrängt werden. „Die Ansage muss sein: Wer sich jetzt nicht impfen lässt, wird sich wohl im Herbst mit Corona infizieren und geht ganz individuell und persönlich das Risiko ein, schwer zu erkranken oder vielleicht sogar zu versterben.“ Es gehöre zur Wahrheit dazu, dass der Staat Menschen nur eingeschränkt vor sich selber schützen könne.

Mir den Impfungen könne man das Risiko einer schweren Erkrankung reduzieren, sagte Redmann. „Deswegen werbe ich auch dafür, dass man das Impfen möglichst leicht zugänglich macht, und sich auch Jugendliche ohne großen Aufwand impfen lassen können.“ (lass)

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