Gesundheitspolitischer Sprecher der Linksfraktion

Brandenburger Landtag: Vom Plenum zurück ans Pflegebett?

Ronny Kretschmer ist ausgebildeter Krankenpfleger und Landtagsabgeordneter in Brandenburg. Weil die Not in Kliniken groß ist, erwägt er, in den alten Beruf zurückzukehren.

Veröffentlicht:
Der Linken-Abgeordnete Ronny Kretschmer spricht im Landtag in Potsdam.  Soeren Stache / dpa

Der Linken-Abgeordnete Ronny Kretschmer spricht im Landtag in Potsdam. Soeren Stache / dpa

© Soeren Stache / picture allianc

Potsdam. Weil Brandenburgs Kliniken überlaufen, denkt ein Landtagsabgeordneter der Linken über eine Rückkehr in seinen alten Beruf nach. „Wenn die Not so groß ist, dass Reserven benötigt werden, stehe ich persönlich bereit, wieder Dienst zu tun“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Linken, Ronny Kretschmer.

Der Politiker aus Neuruppin ist ausgebildeter Krankenpfleger und war lange Mitglied des Betriebsrats der Ruppiner Kliniken in Neuruppin. Selbst hält er sich für gut einsetzbar, sagt Kretschmer: „In meiner Ausbildung habe ich alle Stationen durchlaufen, anschließend war ich dann vor allem in der Kinder- und Jugendpsychiatrie tätig.“

Register von Freiwilligen gibt es immer noch nicht

Mit den Ruppiner Kliniken steht der Politiker der Linken in nahezu täglichem Kontakt. Bislang aber ging es dabei nicht um eine Übernahme von Schichten in den Krankenhäusern. Kretschmer ist vielmehr auch Aufsichtsratsvorsitzender der Pro-Klinik-Holding in Neuruppin, die die Krankenhäuser, die auch Lehrkrankenhäuser der Medizinischen Hochschule Brandenburg sind, betreibt.

Vor Journalisten erneuerte Kretschmer seine Forderung vom Anfang der Pandemie, ein landesweites Register für Freiwillige zu schaffen, die bereit sind, Krankenhäuser im Notfall zu unterstützen. „Dieses Register existiert heute noch nicht“, sagte Kretschmer. „Die Kliniken vor Ort haben sich Listen angelegt.“

Linkenvorsitzende inkognito als Arzthelferin tätig

Die Idee von Kretschmer ist im Übrigen nicht neu. Schon in der ersten Welle der Pandemie war die Landesvorsitzende der Linken, Anja Mayer, die ausgebildete Arzthelferin ist, inkognito in der Notaufnahme des Potsdamer St. Joseph-Krankenhauses beschäftigt. Erst als ein Fernsehteam des „rbb“ dort drehte, und die Politikerin im Hintergrund im Kittel durch das Bild lief, wurde ihre Aushilfstätigkeit bekannt.

Und auch der Gesundheitspolitiker der CDU-Landtagsfraktion, Professor Michael Schierack, beteiligte sich bereits selbst an der Pandemiebekämpfung: Der Facharzt für Orthopädie übernahm mehrfach Schichten im Cottbuser Impfzentrum. (lass)

Mehr zum Thema

Vergütung durch AOK Nordost

Einigung bei Krankenfahrten in Brandenburg

Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Protest vor dem Bundestag: Die Aktionsgruppe „NichtGenesen“ positionierte im Juli auf dem Gelände vor dem Reichstagsgebäude Rollstühle und machte darauf aufmerksam, dass es in Deutschland über drei Millionen Menschen gebe, dievon einem Post-COVID-Syndrom oder Post-Vac betroffen sind.

© picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Symposium in Berlin

Post-COVID: Das Rätsel für Ärzte und Forscher

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Zum Welttuberkulosetag

Neue S3-Leitlinie: Mehr Struktur fürs Tuberkulose-Screening

Lesetipps