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Vorstoß von Ministerpräsident Bouffier

COVID-Impfung für Jugendliche: Hessens Hausärzte loben Fokus auf Praxen

In Hessen sollen Jugendliche vor allem in Arztpraxen ihre Corona-Impfung bekommen. Ärzte finden den Vorschlag gut. Aus einem einfachen Grund.

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Frankfurt/Wiesbaden. Ärztevertreter in Hessen haben die Pläne von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) begrüßt, Jugendliche bevorzugt in Arztpraxen gegen das Coronavirus impfen lassen. „Wir sehen darin große Vorteile“, sagte Christian Sommerbrodt vom Vorstand des Hausärzteverbandes am Freitag in Wiesbaden.

Bei sehr jungen Menschen seien oftmals umfangreiche Voruntersuchungen notwendig, die die regionalen Impfzentren aus organisatorischen Gründen nicht anbieten könnten.

„Gerade bei Kinder- und Jugendlichen, deren Risiko ernsthaft an COVID-19 zu erkranken, sehr gering ist, bedarf es intensiver Beratung und Abwägung von Nutzen und Risiko“, sagte auch ein Sprecher der KV am Freitag in Frankfurt. In erster Linie sollten allerdings vor allem die Praxen der Kinder- und Jugendärzte die Impfungen durchführen – dann erst die Hausärzte.

Priorisierte in Zentren impfen

Bouffier hatte am Donnerstagabend nach der Bund-Länder-Schalte die neuerliche Position Hessens bekannt gegeben. In den Impfzentren sollen demnach weiterhin „zuerst die Menschen geimpft werden, die auf der Priorisierungsliste stehen“, sagte er. Bei den Hausärzten hätten nach Aufhebung der Priorisierung am 7. Juni alle Impfwilligen die Möglichkeit, sich impfen zu lassen – auch die 12- bis 16-Jährigen.

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hatte am Freitag die Zulassungserweiterung für die BioNTech-Vakzine in dieser Altersgruppe empfohlen. „Diese Impfungen sind natürlich auch abhängig von der weiteren Menge des zugeteilten Impfstoffs und der medizinischen Einschätzung der Ärzte“, sagte Bouffier. Weder der Schulbesuch noch eine Urlaubsreise bei Jugendlichen werde von Impfungen abhängig sein.

Modellversuch zu digitalem Impfpass

Hessen beteiligt sich Bouffier zufolge mit drei Impfzentren an einem Modellversuch zum digitalen Impfpass. Das elektronische Zertifikat soll bis Anfang Juli eingeführt werden. „Dieser digitale Impfpass wird eine Erleichterung sein“, sagte Bouffier.

Die KV hatte Mitte Mai die ursprüngliche Haltung der Landesregierung kritisiert, die Impfungen der Kinder- und Jugendlichen in den regionalen Impfzentren zu organisieren. In Hessen kommen laut KV rund 200 .000 Kinder für eine Impfung infrage. (dpa)

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