Berlin

Charité eröffnet KV-COVID-Notdienstpraxis in Mitte

Die neue Einrichtung für Corona-Verdachtsfälle soll die Notaufnahme und die Arztpraxen entlasten.

Von Madlen Schäfer Veröffentlicht: 13.11.2020, 10:50 Uhr
Charité-Vorstand Ulrich Frei (l.) und KV-Vize Burkhard Ruppert bei der Eröffnung der KV-COVID-Notdienstpraxis.

Charité-Vorstand Ulrich Frei (l.) und KV-Vize Burkhard Ruppert bei der Eröffnung der KV-COVID-Notdienstpraxis.

© Wiebke Peitz I Charité Universitätsmedizin Berlin

Berlin. Menschen mit schweren Erkältungssymptomen und damit einhergehend dem Verdacht, an COVID-19 erkrankt zu sein, steht nun am Campus Charité Mitte eine KV-COVID-Notdienstpraxis zur Verfügung. Die Kassenärztliche Vereinigung und die Charité wollen mit diesem gemeinsamen Projekt sowohl die Praxen im Einzugsgebiet als auch die Zentrale Notaufnahme der Charité entlasten.

Asymptomatische Patienten und Ein- sowie Rückreisende aus Risikogebieten, die einen Corona-Test wünschen oder benötigen, gehören nicht in die KV-COVID-Notdienstpraxis. Sie erhalten keinen Abstrich.

Trennung von Patienten

„Gerade in dieser dynamischen Pandemiesituation ist es wichtig, Patienten mit infektiösen Krankheitssymptomen eine niedrigschwellige Anlaufstelle zum Ausschluss von COVID-19 anzubieten“, sagt Professor Ulrich Frei, Vorstand Krankenversorgung der Charité. Mithilfe spezieller Abläufe und entsprechender Räumlichkeiten könne das Infektionsrisiko für alle so gering wie möglich gehalten werden. Vor allem in der Notaufnahme sei eine strikte Trennung zwischen infektiösen Patienten und Patienten, die mit anderen akuten Beschwerden und Verletzungen in die Notaufnahme kommen, von großer Bedeutung.

„Mit der Eröffnung dieser temporären KV-COVID-Notdienstpraxis möchten wir Patienten mit schweren erkältungsbedingten Symptomen eine zusätzliche Anlaufstelle in Berlin anbieten, um COVID-19 ausschließen zu können, aber wir möchten damit auch die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen unterstützen, die zurzeit neben dem normalen Praxisalltag durch die Themen Corona und Impfungen einen enormen Zulauf von Patienten auffangen müssen“, sagt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KV Berlin, Dr. Burkhard Ruppert.

Separate Zugänge von Notdienstpraxis und Notaufnahme

Die Notdienstpraxis befindet sich in der Philippstraße 10 an der Zentralen Notaufnahme und ist täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet. Patienten melden sich zuerst in einem Anmeldezelt an und können anschließend bis zum Behandlungsbeginn im Wartebereich in einem beheizbaren Zelt sitzen. Der Behandlungsraum ist separat von der Notaufnahme erreichbar.

Die KV stellt die notwendigen Ärzte bereit. Medizinische Fachangestellte der Charité nehmen die Patienten im Anmeldebereich auf. Sie entscheiden gemäß RKI-Kriterien, ob ein Corona-Abstrich vorgenommen werden soll.

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