Impfturbo

Corona-Impfungen in Sachsen nähern sich Rekordwert

37.000 Mal ist am Mittwoch in Sachsen gegen COVID-19 geimpft worden. Mehr Vakzinierungen an einem Tag gab es bisher nur ein einziges Mal.

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Großer Andrang bei einer Impfaktion im sächsischen Meißen. Die Ministerin bittet wegen der teils langen Wartezeiten um Geduld.

Großer Andrang bei einer Impfaktion im sächsischen Meißen. Die Ministerin bittet wegen der teils langen Wartezeiten um Geduld.

© Robert Michael/dpa

Dresden. Die niedergelassenen Ärzte in Sachsen haben am Mittwoch so viele Impfungen gegen das Corona-Virus wie lange nicht verabreicht. Mit mehr als 37.000 Impfungen sei dies der zweithöchste Wert in der gesamten Impfkampagne, teilte die KV Sachsen am Donnerstag in Dresden mit.

In Sachsen waren am Donnerstag laut dem RKI knapp 58 Prozent der Einwohner doppelt geimpft, der Bundesschnitt lag bei 68 Prozent. Eine Booster-Impfung hatten im Freistaat knapp sieben Prozent erhalten, in ganz Deutschland waren es fast neun Prozent.

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) zufolge impfen inzwischen mehr als 2000 Arztpraxen – etwa die Hälfte aller Praxen – mit. Vermehrt sollten nun auch die 120 im Landesverband organisierten Betriebsärzte und Krankenhäuser mitimpfen, sagte Köpping am Donnerstag in Dresden. Ziel seien 100.000 Impfungen pro Woche in den Praxen, das sei aber noch nicht erreicht.

Lange Schlangen – Ministerin wirbt um Geduld

Jeder niedergelassene Arzt möge noch einmal in sich gehen, ob er sich beteiligt, sagte Köpping und bat eindringlich um Unterstützung. Auch pensionierte Ärzte und ehemaliges medizinisches Personal könnten helfen und sollten sich bei der Ärztekammer melden.

Zugleich warb Köpping für Geduld. Schlangen vor den Impfstellen würden sich derzeit nicht vermeiden lassen. Man könne zwei Millionen Menschen nicht sofort boostern. Köpping will kommende Woche im Kabinett eine Aufstockung der Gelder für die staatlichen Impfstationen beantragen.

Bislang seien 275.555 Booster-Impfungen verabreicht worden, 14,3 Prozent der Menschen über 60 Jahren haben demnach inzwischen eine Auffrischungsimpfung erhalten. Die Nachfrage sei sprunghaft gestiegen.

Die Quote bei Erstimpfungen liegt laut Angaben Köpping derzeit bei 60,2 Prozent, vollständig geimpft seien 57,9 Prozent. Die niedrige Impfquote sei eine der Hauptursachen, warum die Inzidenz in Sachsen so hoch sei, sagte die SPD-Politikerin. (sve/dpa)

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