KV Westfalen-Lippe

Covid-Patienten: Behandlung soll gebündelt werden

Die KV will zentrale Behandlungszentren als Eigeneinrichtungen etablieren. Das soll Arztpraxen entlasten. Einige der Zentren sollen an Kliniken angedockt werden.

Von Ilse Schlingensiepen Veröffentlicht: 30.03.2020, 16:36 Uhr

Dortmund. Nach der Installation von 35 Diagnosezentren für Coronavirus-Patienten baut die KV Westfalen-Lippe (KVWL) nun sukzessive zentrale Behandlungszentren in der Region auf. Das sind spezielle Anlaufstellen ausschließlich für Patienten, die sich entweder mit SARS-CoV-2 infiziert haben oder unter respiratorischen Symptomen leiden.

„Wir müssen die Behandlung der mit dem Coronavirus infizierten Menschen konzentrieren“, sagt der KVWL-Vorsitzende Dr. Dirk Spelmeyer. In der aktuellen besonderen Situation sei neues Denken gefordert. Das gelte auch für die Behandlungszentren. „Mit den neuen Strukturen können wir unsere Kapazitäten bündeln, wir bieten den Bürgern eine sichere Anlaufstelle und wir entlasten die Arztpraxen mit ihrer Versorgung der nicht-infektiösen Patienten.“

1000 Ärzte melden sich zum Einsatz

Die Behandlungszentren sind Eigeneinrichtungen der KVWL. Sie werden durch eine gewisse Vielfalt geprägt: Zum Teil werden die Diagnosezentren für sie ausgebaut, an manchen Orten laufen die beiden Zentren parallel. Einige Behandlungszentren sind an Kliniken angesiedelt.

In allen arbeiten niedergelassene Ärzte und medizinische Fachangestellte. In der Regel arbeiten jeweils ein bis zwei Ärzte – neben ihrem normalen Praxisbetrieb – in Schichten in den Zentren. Innerhalb einer Woche haben sich mehr als 1000 Ärzte für einen solchen Einsatz gemeldet, berichtet Spelmeyer.

Die Mediziner schätzen in den Behandlungszentren ein, wie schwer die Patienten erkrankt sind und entscheiden, ob sie weiter ambulant versorgt werden können oder in eine Klinik müssen. Die Ärzte können Rezepte und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen.

Die Behandlungszentren regeln auch den Zugang unterschiedlich. Die meisten setzen aber auf die telefonische Steuerung durch Haus- und Fachärzte, die Gesundheitsämter, die 116.117 oder spezielle Hotlines.

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