Corona-Tests

Drive-In-Testzentren in Hamburg geplant

Um den steigenden Bedarf an Corona-Tests decken zu können, sind in Hamburg Drive-In-Testzentren in den einzelnen Bezirken geplant.

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Am Hamburger Flughafen sollen sich Reiserückkehrer in einem Testzentrum des DRK auf SARS-CoV-2 testen lassen können.

Am Hamburger Flughafen sollen sich Reiserückkehrer in einem Testzentrum des DRK auf SARS-CoV-2 testen lassen können.

© picture alliance/dpa

Hamburg. Das Krisenmanagement zur Pandemiebekämpfung hat aus Sicht des Hamburger Senats im Frühjahr funktioniert. Eine drohende zweite Coronavirus-Welle soll deshalb mit den gleichen Maßnahmen und Krisenmanagementstrukturen bewältigt werden. Eine Aufstockung stationärer Kapazitäten, etwa in Form eines zusätzlichen Hilfskrankenhauses, wird es in Hamburg nicht geben.

Dies geht aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage der fraktionslosen Abgeordneten Anna-Elisabeth von Treuenfels-Frowein hervor. Der Senat berichtet, dass die Option eines Hilfskrankenhauses zu Beginn der Pandemie für Hamburg geprüft wurde und auch eine Vorplanung stattgefunden habe.

Diese Option sei aber wegen der jederzeit ausreichenden Kapazitäten in den Kliniken nicht weiter verfolgt worden. Aus Sicht des Senats hat sich die dezentrale Verteilung der COVID-19-Patienten auf unterschiedliche Krankenhäuser in Hamburg bewährt.

335 zusätzliche Beatmungsbetten

Die Hamburger Kliniken haben über das Bundesgesundheitsministerium im zweiten Quartal insgesamt 80 Geräte zur invasiven Beatmung, 58 Geräte zur Beatmungsentwöhnung, 59 Patientenmonitore und drei Patientenüberwachungssysteme erhalten. Daneben haben die Krankenhäuser sich Geräte in Eigenregie beschafft. Inzwischen hat Hamburg laut Senat 335 Intensivbetten mit maschineller Beatmungsmöglichkeit zusätzlich geschaffen, ein Teil davon befindet sich noch im Aufbau.

Über die Lieferungen des Bundes und private Spenden hinaus hat die Hansestadt in der ersten Pandemiewelle Schutzkleidung in beträchtlicher Menge beschafft. Mehr als zehn Millionen Einmalhandschuhe, rund 2,6 Millionen FFP-2-Masken, rund 4,2 Millionen FFP-3-Masken, fast 7,4 Millionen OP-Masken, 650.000 Stoffmasken, 50.000 wiederverwendbare Schutzkittel und 90.000 Liter Desinfektionsmittel zählt der Senat auf. Verteilt wurde das Material nach Senatsangaben „nach den tatsächlichen Bedarfen.“

Testzentrum am Flughafen

Um schnell einen steigenden Testbedarf in der Hansestadt decken zu können, hat die Fachbehörde in Absprache mit der KV eine Strategie für die Errichtung von Drive-in-Testzentren in den einzelnen Bezirken entwickelt. Unabhängig davon hat am 31. Juli ein Testzentrum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Hamburger Flughafen seinen Betrieb aufgenommen, um Reiserückkehrer aus Risikoländern zu testen.

Derzeit liegt die Zahl der Neuinfektionen in Hamburg bei 6,2 pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. In stationärer Behandlung befinden sich 22 COVID-19-Patienten, davon sieben auf Intensivstationen. (di)

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