Kooperation nötig

Grimm-Benne: Kliniken in Sachsen-Anhalt müssen stärker zusammenarbeiten

Eine stärkere Kooperation zwischen kleinen und großen Kliniken hält Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin für unerlässlich. Schwierige Fälle könnten nicht überall behandelt werden.

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Magdeburg. Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) hat die Krankenhäuser im Land dazu aufgerufen, stärker zu kooperieren.

„Die Kliniken werden stärker zusammenarbeiten müssen. Kleinere Häuser werden kompliziertere Fälle abgeben müssen“, sagte die SPD-Politikerin der „Magdeburger Volksstimme“ (Freitag).

Anfang April war in Magdeburg ein Gutachten zur Zukunft der Krankenhauslandschaft in Sachsen-Anhalt vorgestellt worden, das die Landesregierung in Auftrag gegeben hatte. Die Experten empfehlen unter anderem, die Basisversorgung insgesamt wohnortnah zu organisieren und schwere Fälle stärker an großen Krankenhäusern zu konzentrieren.

Standortnetz soll erhalten bleiben

„Die Frage wird sein, was am jeweiligen Standort künftig angeboten wird, um auch eine bestmögliche Qualität der medizinischen Versorgung zu erreichen“, sagte Grimm-Benne nun. Das Standortnetz mit den 45 Kliniken werde gebraucht, um eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen.

Aufgrund demografischer Faktoren und der Tatsache, dass immer mehr Leistungen ambulant erbracht werden, könnten laut den Gutachtern bis 2035 rund 2000 bis 4000 Klinikbetten abgebaut werden. Grimm-Benne verwies darauf, dass zum Teil medizinisches Fachpersonal fehle.

„Wir haben das Krankenhausgutachten in Auftrag gegeben, um Investitionszuschüsse für die Kliniken, für die wir als Land zuständig sind, nach dem Bedarf zielgerichteter steuern zu können.“ (dpa)

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